Teil 3 von “Lesenswichtig”: Eine Besten-Liste von christlichen Artikeln, die ich diese Woche gelesen habe.

Artikel 1: Sind die Evangelikalen in der Krise?

Markus Till verfasste eine hervorragende Verteidigung des evengelikalen Christentums im westlichen Europa:

Immer häufiger höre ich Stimmen auch mitten aus dem evangelikalen Raum, die den Begriff „evangelikal“ grundsätzlich für belastet oder gar verbrannt halten. Wenn das stimmt, wären die Konsequenzen dramatisch.

Um es vorneweg zu nehmen, er beantwortet die Frage »Sind die Evangelikalen in der Krise?« mit einem entschiedenen “Nein”:

Was mich an der evangelikalen Bewegung immer wieder begeistert ist: Auch wenn schwäbisch-pietistische Jungenschaftler nach Haiti oder auf die Philippinen zum Arbeitseinsatz in dortige Gemeinden reisen oder wenn ich im Schwabenland auf südamerikanische Christen treffe, dann ist für alle Beteiligten ganz selbstverständlich klar: Diese Wahrheiten teilen wir! Und deshalb sind wir alle Teil einer großen Familie. Auch wenn wir ansonsten grundverschieden sind.

Sehr gut geschriebener Artikel.

Zum Artikel: Sind die Evangelikalen in der Krise?

Artikel 2: Ein paar Fragen an die Duden-Redaktion

Duden hat angekündigt, dass es das generische Maskulinum abschaffen wird. Also meint “Mieter” in Zukunft nicht mehr beide Geschlechter, sondern nur noch den männlichen Mieter. Dieser kritische Leserbrief trifft das Problem dieser Änderung auf den Kopf. Ein Auszug aus dem Auszug:

Ist ihnen nicht klar, dass es sich beim Gendern um eine akademische Blüte handelt, die mit dem Sprachgebrauch der meisten Menschen nichts zu tun hat? Sehen sie nicht, dass eine Sprachpolitik von oben den natürlichen Sprachwandel manipuliert und verfälscht? Sehen sie nicht die Gefahr, dass das Gendern die Sprachgemeinschaft spaltet in solche, die sich als Avantgarde und als die „Guten“ fühlen, weil sie gendern, und auf den Rest herabschauen, weil sie sich verweigern?

Zum Artikel: Ein paar Fragen an die Duden-Redaktion

Artikel 3: Things we remember (Englisch)

Lesenswert weil es einfach eine gut verfasste, tolle Geschichte ist.

Zum Artikel: Things we remember

Nach der positiven Definition von “Christlichem Minimalismus” heute zur “Negativen Definition”: Was meine ich nicht, wenn ich Christlicher Minimalismus sage?

Der Grundgedanke des Minimalismus ist, sich dem ewigen Konsum-Kreislauf zu entziehen. Dieser funktioniert so: Beim Kauf von Neuem wird kurz Glück ausgeschüttet, das aber nicht lange anhält. Um das Glücksgefühl wieder zurückzuholen, kauft man sich das Nächste. Es ist dieses Hamsterrad, das auch die Wirtschaft antreibt.

Jemand hat uns mal gesagt: »würden alle so handeln wie ihr und einfach nichts mehr kaufen, dann würde die Wirtschaft zusammenfallen!« Vermutlich, es gibt von Wirschafts-Experten Hinweise, dass sich die Wirtschaft in einem Ponzi-Schema befindet. Doch da ich davon zu wenig verstehe, lasse ich das mal so stehen.

Zurück zum Thema: Wenn ich mich nun diesem Hamsterrad entziehe, woher hole ich mir das Glück? Denn die Sehnsucht des Glücks lässt sich nicht abstellen. Wer das trotzdem versucht und sich statt des Konsums einfach nichts mehr gönnt, dem ergeht es so:

Wenn der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so durchzieht er wasserlose Gegenden und sucht Ruhe. Und da er sie nicht findet, spricht er: Ich will zurückkehren in mein Haus, aus dem ich weggegangen bin. Und wenn er kommt, findet er es gesäubert und geschmückt. Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit sich, die bösartiger sind als er selbst, und sie ziehen ein und wohnen dort, und es wird der letzte Zustand dieses Menschen schlimmer als der erste (Luk 11,24-26)

Ich deute die Stelle so: Wirft man etwas Schlechtes aus dem Leben raus, dann muss man es mit etwas anderem, besseren füllen. Denn falls man dies unterlässt, dann stellt sich unweigerlich Reue ein: »Vorher war es besser!«. Und vermutlich gibt man sich das nicht zu und es kommt Eifersucht auf den Nachbarn auf, weil er das hat, dem man gerade den Rücken gekehrt hat. Und vermutlich gibt man auch diese Eifersucht nicht zu, sondern was passiert ist, dass man über den Nachbarn lästert und sich besser fühlt als er.

Darum bist du nicht zu entschuldigen, o Mensch, wer du auch seist, der du richtest! Denn worin du den anderen richtest, verurteilst du dich selbst; denn du, der du richtest, verübst ja dasselbe! (Röm 2,1)

Wenn jemand über seinen Nachbarn herzieht, der mehr hat und jetzt zu den “Bonzen” gehört, der spricht sein Urteil sich selber, denn er gibt damit zu, dass er eigentlich dasselbe will.

Darum ist es absolut wichtig, dass das Herz nicht mehr am Besitz hängt, sondern an etwas anderem! Nur an was?

Im Buch “Zero Waste Home” beschreibt Bea Johnson, dass sie stattdessen mehr auf Beziehungen setzt. Dass sie den Kindern zu Weihnachten keine Spielsachen schenkt, sondern “gemeinsame Zeit”, einen Ausflug zum Beispiel.

Das ist sicher nicht schlecht. Ich denke aber, das genügt nicht. Zumindest war das bei uns nicht der Grund, wieso wir mit Minimalismus angefangen haben. Unsere Hoffnung war, dass wenn wir weniger besitzen, Gott mehr Platz hat in unserem Leben. Dass wenn der böse Geist zurückkommt, dass er nicht nur das leere, entrümpelte Haus vorfindet, sondern uns, die wir in näherer Beziehung zu Gott stehen.

Unsere Hoffnung war diese:

Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht. Wenn ihr nun mit dem ungerechten Mammon nicht treu wart, wer wird euch das Wahre anvertrauen? (Lk 16,10-11)

Ich verstehe die Stelle so: Wenn wir mit unserem Geld nicht uns selbst dienen, wenn wir aus dem “ich gönne mir, was ich will”-Zyklus aussteige, dann vertraut uns Gott etwas Grösseres und Herrlicheres an. Ja, es gibt bessere Dinge als Reichtum und Besitz! Doch wir können das Herrlichere erst dann haben, wenn wir dem Besitz abgesagt haben, denn man kann nicht gleichzeitig Gott und dem Mammon dienen. Mit dieser Hoffnung haben wir unsere Minimalismus-Reise begonnen, und wir erfahren von dieser grösseren Herrlichkeit. Das war nicht von Anfang an so, doch mit der Zeit merkten wir, dass in unseren Herzen mehr Platz war, die versuchten wir stets mit Nähe zu Gott auszufüllen. Ich kann zwar noch nicht recht artikulieren, was es ist, was Gott uns neu anvertraut hat, aber es ist ohne Zweifel herrlicher als der Besitz, den wir weggegeben haben. Und glaubt mir, wir wollen niemals zurück!

Nach der positiven Definition von “Christlichem Minimalismus” heute zur “Negativen Definition”: Was meine ich nicht, wenn ich Christlicher Minimalismus sage?

Wenn ich das Wort “Minimalismus” in den Mund nehme, dann war eine der Reaktionen: »Aha, dann habt ihr demfall nicht mehr als 100 Gegenstände zu Hause!?«

Das Bild kommt aus Beiträgen aus Fernsehen und Zeitung. Leute berichten von ihrem Leben mit nur hundert Gegenständen (Anmerkung: Die sind ausschliesslich kinderlos!). Oder von Leuten, die ihre Kleider auf maximal 33 Kleidungsstücke während drei Monaten reduzierten. Oder Menschen, die in Tiny-Houses leben und damit angeben, auf wie wenigen Quadratmetern sie nun leben können. Oder Zero-Waster, die ihren gesamten Abfall vom letzten Jahr zeigen - er hat in einem kleinen Glasbehälter Platz.

Es ist nicht verkehrt, diese Dinge anzustreben. Wir haben versucht, die Hälfte unseres Besitzes wegzugeben. Wir schauen, wie viel Prozent vom Einkommen wir spenden können. Wir versuchten, unseren Abfall auf null zu bringen. Wir haben auch unsere Kleider auf einem Tisch ausgelegt und sie gezählt. Wir haben diese “Challenges” angenommen, obwohl sie zum Anfang nicht realistisch schienen. Es hat uns geholfen, zu überlegen: »was könnten wir tun, um dahin zu kommen?« Und so haben sich Dinge angefangen zu bewegen.

Und doch ist es für uns nie das Ziel, in den Wettlauf von “wer hat weniger?” einzusteigen. Denn es dient nur, das menschliche Geltungsbedürfnis zu befriedigen, sich besser zu fühlen als die anderen, weil man in dieser neuen Disziplin krasser ist, und heiliger.

Ich denke, das Wort “Askese” kommt dieser falschen Gesinnung recht nahe. Und die Bibel warnt davor:

Ihr lasst euch vorschreiben: »Damit darfst du nichts zu tun haben!
Davon darfst du nicht essen!
Das darfst du nicht einmal berühren!«
Dabei geht es hier doch immer nur um Dinge, die sowieso keinen Bestand haben, Dinge, die dazu da sind, dass man sie verbraucht! […]
Zugegeben, es handelt sich um eine Frömmigkeit, die den Anschein besonderer Weisheit hat: dieser selbstgewählte Gottesdienst, diese Demut, diese Schonungslosigkeit gegenüber dem eigenen Körper! Doch das alles ist ohne jeden Wert und dient nur dazu, das menschliche Geltungsbedürfnis zu befriedigen. (Kol 2,21-23)

Das ist eine gefährliche Kiste, weil Minimalismus hat das Zeug, zu einer Ersatzreligion zu werden, wie Veganismus oder Bio oder generell alle Bewegungen, welche einen wahren Kern haben. Aber wenn man sie ad extremis führt und sie zum Lebensziel macht, dann schiesst das völlig am Ziel vorbei.

Wir sind gerettet aus seiner Gnade, nicht aufgrund unserer minimalistischen Lebenseinstellung. Und ja, wir sind aufgerufen zur Heiligung, und dies ist ein Kampf gegen das eigene Fleisch. Und dies wird in der Bibel beschrieben als Wettkampf. Doch der Siegeskranz ist das ewige Leben und nicht Bewunderung meiner Mitmenschen. Unser Lebenswandel soll nicht die Aufmerksamkeit auf uns lenken, sondern auf Gott, für ihn wollen wir Zeugnis sein, unser Licht soll ihm die Ehre geben, nicht uns!

‌Beitrag von meiner Frau

Gestern Abend beschlich mich urplötzlich das lähmende Gefühl, heute auf dem Markt und im Unverpackt-Laden kläglich zu versagen. Ja, es konnte gar nicht anders sein! Das Worst-Case-Szenario ist gar nicht, alles Wochengeld aufzubrauchen, sondern schon gar nicht erst genügend Geld dabeizuhaben! Ich sah mich schon den Kindern sagen: “Sorry, Kinder, es gibt nicht mehr genug zu Essen!” War nur ein kleiner Spass. Aber trotzdem wäre dann mein Experiment schon drei Tage nach Beginn gescheitert. Und alle würden sagen: “Das haben wir ja von Anfang an gewusst. Bio ist nur für die Reichen.” Vorsorglich packe ich also noch ein bisschen “Sicherheitsgeld” aus dem Extra-Kuvert ein.

Auf dem Weg mit dem Velo rezitiere ich den Kolosserbrief.

Richtet eure Gedanken auf das, was im Himmel ist, nicht auf das, was zur irdischen Welt gehört. (Kolosser 3,2)

Sind meine Gedanken noch auf den Himmel gerichtet? Oder beschäftige ich mich mit diesem Experiment nur noch mit der irdischen Welt? Solche Zweifel wälzend erreiche ich schliesslich mein erstes Ziel: den Markt.

Ich habe mir eine (gramm)genaue und sehr kurze Liste von dem gemacht, was ich unbedingt brauche: 1kg Rüebli, 500g Kartoffeln, einen Lauch und einen Zuckerhut. Macht 10.50. Der Gemüsehändler wundert sich über die kleinen Mengen (ich kaufe sonst eher zu viel ein, meist reicht es mehr als eine Woche). Da wir uns kennen und gerade niemand anders da ist, erzähle ich ihm von meinem Experiment. Er ist ausser Bio-Gemüsehändler auch noch Christ, deshalb befrage ich ihn nach seiner Meinung zu Bio und Christ resp. Bio und Budget. Für ihn kommt nichts anderes als Bio in Frage. Als Gründe führt er ausser gesundheitlichen Aspekten (die für mich nicht so sehr im Vordergrund stehen) die Ausnützung der Böden und die hohe Belastung des Grundwassers mit Pestiziden an. Mir kommt in den Sinn, dass in unserem Dorf letztes Jahr im Trinkwasser der Grenzwert für Pestizidbelastung überschritten wurde. Ausserdem ist er der Meinung, Bio sei ganz einfach natürlicher oder “schöpfungsgemässer”, wie er sagt.

Zum Thema “Ist Bio nur für die Reichen?” fügt er Folgendes an: Früher gab man für Nahrungsmittel etwa ein Drittel des Einkommens aus. Heute sind es etwa 10 Prozent. Ich habe das gegoogelt und bin auf eine Statistik der Stadt Zürich gestossen, die Ähnliches sagt: Im Jahr 1912 gab die Bevölkerung fast die Hälfte ihres Einkommens für Nahrungsmittel aus (Hygiene- und Körperpflegeprodukte sind hier also nicht einberechnet). Heute sind es noch rund 10 Prozent.

Er meint, man sei heute nicht mehr breit, viel fürs Essen auszugeben (vielleicht, weil man das Gefühl hat, es sei nicht nötig?) Seine Lösung ist, dafür an anderen Orten zu sparen. Bei den Ferien z.B. Auch wir haben ja einen grossen Teil unserer sonstigen Kosten um einiges reduziert.

Darauf angesprochen, was von seinem Sortiment zu kaufen er jemandem empfehlen würde, der aufs Geld schauen muss, meint er: “Da würde ich z.B den Nüsslisalat weglassen. Oder den Chicorée. Die sind teuer”. Er deutet auf Süsskartoffeln aus Schweizer Produktion. “Auf die kann man ebenfalls verzichten.” Was bleibt also? Wir kommen darauf, dass es die althergebrachten Winter-Lagergemüse sind, die den tiefsten Preis haben. Allen voran die Kartoffeln. Dann aber auch Rüebli, verschiedene Kohlsorten, Sellerie, Randen und Zuckerhut. Lauch ist schon etwas teurer. Mein Gemüsehändler vertreibt sowieso kein riesiges Sortiment, sondern hat jetzt im Winter zum grössten Teil Schweizer Lagergemüse. Nur eine Kiste ist mit “Ausland” angeschrieben. Ganz anders war es auf dem Gemüsemarkt in Zürich, den ich regelmässig besuchte, als wir da wohnten. Der Bio-Stand dort verkaufte alles, was das Herz begehrt, von edlen Salat-Spezialitäten bis zu Import-Gemüse aller Art. Verzichten musste niemand.

Es heisst also einmal mehr: Sparen heisst genügsam sein. Und das zu kaufen, was Saison hat. Den Rest kann man im Sommer wieder geniessen. Eigentlich mache ich das schon seit mehreren Jahren so. Aber die Preise habe ich erst vor zwei Wochen das erste Mal angeschaut. Interessant, wie wenig genau ich hinschaue, solange ich ein komfortables Budget zur Verfügung habe. Es ist definitiv ein lehrreiches Projekt.

Beflügelt vom interessanten Gespräch mache ich mich auf den Weg zum Unverpackt-Laden. Auch da ist meine Liste kurz und pingelig genau. Unverpackt einkaufen hat einen Nachteil: Es ist schwierig, beim Einfüllen die Mengen abzuschätzen und so passiert es mir häufig, dass ich viel zu viel einkaufe. Normalerweise kümmert mich das nicht, dann muss ich einfach später weniger einkaufen. Aber heute bin ich sehr vorsichtig beim Abfüllen.

Auch beim Unverpackt-Laden habe ich die letzten zwei Wochen einige Preise studiert und komme daher nicht unvorbereitet. Bei den Teigwaren bin ich schon bei der tiefsten Preisklasse, da lässt sich nichts sparen. Ich kaufe seit Langem immer Hörnli, Penne und Spaghetti. Wo ich aber definitiv etwas ändern kann, ist beim Essig und Öl. Bis anhin kaufte ich Olivenöl, raffiniertes Sonnenblumenöl und Apfelessig. Olivenöl ist sündhaft teuer. Also habe ich mir vorgenommen, auf Rapsöl zu wechseln (ausserdem werde ich darauf schauen, dass ich nicht zu grosszügig Öl in die Bratpfanne giesse…). Der billigste Essig ist Weissweinessig. Den kaufe ich heute.

Weiter auf der Einkaufsliste steht Parboiled-Reis. Der gehört zu den billigeren Sorten. Vom Basmati-Reis fülle ich nur soviel ab, wie ich morgen Abend brauche. Er ist zwar einiges teurer als die anderen Reis-Sorten, aber eine Packung “Chinesennüdeli” (die Alternative) ist auch nicht wesentlich billiger. Dann noch Haferflocken (fürs Knuspermüesli, das ich selber mache, und zum Zvieri) und ich gehe zur Kasse. 32 Fr. Ich triumphiere: Das Geld reicht! Mehr noch, es ist sogar noch etwas übrig fürs Wochenende! In bester Laune fahre ich nach Hause.

Doch unterwegs beschleichen mich schon wieder Zweifel: Sind die Mengen, die ich gekauft habe, nicht lächerlich klein? Das reicht bestimmt nirgendwo hin!

Kaum bin ich zu Hause, nehme ich die Waage hervor und wäge alle Teigwaren. Teile die Menge durch die Anzahl der Mittagessen, an denen ich Pasta eingeplant habe. Es geht auf! Es bleibt sogar noch etwas übrig. Nur mit den Haferflocken könnte es schwierig werden. Wenn die ausgehen, haben die Kinder keine Freude.

Ach ja: Auf dem Rückweg gehe ich noch schnell im Coop vorbei und kaufe WC-Papier, das wir eigentlich schon gekauft haben (von einem Zero Waste Shop in Deutschland), das nun aber ganze drei Kilometer entfernt jenseits der Schweizer Grenze liegt und coronabedingt nicht abgeholt werden kann. Ich entscheide mich für Ökoplan. 12 Stück, knapp 7 Franken. Und eine Plastik-Verpackung.

Beitrag von meiner Frau

Kleine Warnung im Voraus: In dieser Beitrags-Reihe schaue ich sozusagen durch die grosse Lupe. Direkt hinein in meinen Alltag, der sich vielleicht von dem anderer Leute unterscheidet (welche Lebensmittel kaufe ich ein, was koche ich). Also bitte nicht zu sehr vergleichen, das ist ja nur eine Momentaufnahme und soll keine Norm sein! Vordergründig haben diese Beiträge auch nicht gerade viel mit Gott zu tun. Aber so ist es eben im Alltag. Trotzdem werde ich nicht vergessen, dass die ganze Übung ja ein Ziel hat: Genügsamer leben, weniger für unsere eigenen Bedürfnisse ausgeben. Und das, was übrig bleibt, an diejenigen geben, die nicht genug zum Leben haben und das Evangelium noch nicht kennen.

Also: wir haben keinen Honig gekauft.

Mein Mann hat sich für den Verzicht entschieden. Und die Kinder? Unser Sohn hat glücklicherweise gerade ein Glas selbstgemachte Nutella aus der Kochschule mitgebracht. Das lässt den Honig in den Hintergrund rücken… Ausserdem haben wir noch ein ganzes Regal mit selbstgemachten Konfitüren. Da hat es schon einige darunter, die auch die Kinder mögen.

Tag 1

Alles ist schön vorbereitet, das Geld für die erste Woche ins Portemonnaie getan, die Differenz zwischen dem Versuchs-Betrag und meinem normalen Budget wartet in einem Couvert. Wieviel davon wohl übrig bleibt? Oder muss ich schon bald einen Teil rausnehmen, weil ich meine Sparkünste hoffnungslos überschätzt habe? Ich verrate extra nicht, welcher Wochenbetrag in meinem Portemonnaie ist, das würde zu sehr das Vergleichsfieber auslösen. Nur soviel: Es ist weniger als die Hälfte von meinem normalen Budget.

Der erste Tag führt mich in die Metzgerei, zu meinem All-Montäglichen Fleisch/Käse-Einkauf. Das sind v.a. Wurstwaren für die nächsten paar Mittagessen und etwas Schinken für Znüni-Sandwiches. Da unsere Kinder am Mittag nicht gerne Überraschungen haben, gibt es an den jeweiligen Wochentagen immer dasselbe zum Zmittag. Also schon ziemlich vorgegeben.

Viel Spielraum fürs Sparen bleibt nicht; die Menge kann ich auch nicht mehr reduzieren, da ich eh schon sehr wenig kaufe. Wurstwaren gehören zum Glück zu den billigeren Fleischsorten. Ich schleiche ein bisschen an der Theke herum und studiere die Preise. Aha, Cervelat ist die allerbilligste Wurst. Gut, dass das sowieso auf meinem Einkaufszettel steht. Für später schaue ich noch andere Fleischsorten an: Hackfleisch hat auch einen guten Preis. Das stammt sogar vom Öko-Rind aus dem Dorf. Schweinshaxen sind schon fürs Wochenende gebucht (falls dann noch Geld übrig ist…). Und was sehe ich da? Leber ist das billigste Fleisch, das man hier kaufen kann. Das muss ich unbedingt wieder einmal ausprobieren! Das letzte Mal vor ein paar Jahren war es nicht so ein Erfolg…

Was vielleicht einigen auffällt, ist, dass ich nicht viel Bio-Fleisch kaufe. Das liegt daran, dass ich in der Metzgerei im Dorf einkaufe. Was es an Nachhaltigem gibt, ist Öko-Rind aus dem Dorf, Wild aus der Region, Bio-Forelle und zwei Sorten Bio-Käse. Der Rest ist konventionell, aber ich habe ein gewisses Vertrauen in meinen Metzger, dass er auf artgerechte Tierhaltung schaut und seine Lieferanten gut auswählt. Ausserdem verarbeitet er alles selber und räuchert z.B. die Würste in echtem Rauch, anstatt sie, wie es in Fleischfabriken üblich ist, mit Rauch(aroma) einzusprühen.

Weiter gehts zum Käse. Ich kaufe immer den gleichen Bio-Käse. Letzte Woche habe ich probehalber die zweite Sorte Bio-Käse ausprobiert, die 10 Rappen billiger ist. Fand ich jedoch eher langweilig. Also bleibe ich bei meinem Käse. Die billigste Käsesorte (Appenzeller) ist 40 Rappen billiger als der Bio-Käse. Es gibt jedoch eine ganze Anzahl Käsesorten, die viel teurer sind, bis zu einem Franken mehr pro 100g. Da gibt es grosse Unterschiede. Es scheint, als ob beim Käse eher die Käsesorte den Preisunterschied macht, nicht so sehr Bio oder konventionell. Also kaufe ich meinen normalen Käse, nehme aber nicht ganz so viel wie sonst und hoffe, dass er eine Woche reicht. (Das hängt eigentlich v.a. von mir ab, da ich diejenige bin, die gerne zwischendurch Käse nascht…eine Alternative wären z.B. die Baumnüsse, die wir geschenkt bekommen haben und von denen es noch viel hat.)

Dann noch einen Sauerrahm - und schon ist ein gar nicht so kleiner Teil meines Wochen-Budgets weg.

Tag 2

Gestern habe ich den Menüplan für diese Woche gemacht (nichts Aussergewöhnliches; ich mache immer einen Menüplan) und war ziemlich stolz darauf, wie viel ich von dem einbeziehen konnte, was schon zu Hause ist. Es gibt bei uns dank Zero Waste und minimalisiertem Einkauf nicht viel, was man unbedingt aufbrauchen muss (ausser Resten, die ich in Glasbehältern im Kühlschrank aufbewahre, mit Datum versehe und ein- bis zweimal pro Woche auf den Tisch bringe). Früher räumte ich meine Vorräte einmal im Jahr und fand immer einiges, was abgelaufen war oder kurz vor dem Ablaufen stand. Das Gefundene wurde dann in den nächsten Wochen in den Menüplan einbezogen, was mir recht Spass machte. Heute finde ich nur ganz selten etwas, eigentlich schade…

Heute wollte ich nicht schon wieder einkaufen gehen. Aber der Butter ging aus. Ausserdem brauche ich ein Glas Passata für die Suppe am Abend. Beides Bio. Beides ziemlich teuer. Beim Butter ist der Unterschied zur billigsten Marke für 200g 1.50CHF. Das ist recht viel! Wenn ich also nicht zum Billig-Butter wechseln will, gibts nur eins: Weniger Butter brauchen. Ganz verzichten ist für uns nicht realistisch.

Ich muss höllisch aufpassen, dass ich mein Geld richtig einteile und nichts übersehe. Die Milch z.B. holen wir beim Bauern und zahlen sie etwa einmal im Monat. Das ist dann aber ein grösserer Betrag. Also heisst es: ausrechnen, wie viel Milch wir pro Woche trinken, was das kostet und diesen Betrag schon mal aus dem Budget nehmen. Er kommt in ein separates Kuvert mit der Aufschrift “Milch”. Kennt man das “Milchgeld” nicht von früher? Heute oder morgen muss ich unbedingt schauen, wofür ich sonst noch Geld auf die Seite tun muss, sonst gibts dann böse Überraschungen…

Morgen gehts zum Unverpackt-Laden und auf den Markt - es graust mir jetzt schon davor… An beiden Orten kann man ziemlich viel Geld liegen lassen. Der Worst Case wäre: Alles Geld schon am Mittwoch aufgebraucht. Zum Glück habe ich auch da ein wenig die Preise rekognosziert. Ich bin also nicht ganz unvorbereitet. Wir werden sehen.

Minimalismus ist eine weltliche Bewegung. Jede Bewegung kommt mit einem philosophischen Unterbau daher. Bei Marie Kondō schwingt der Pantheismus mit; ein Glaube dass Gegenstände eine Seele haben. Bea Johnsons Minimalismus-Ansatz wirkt neutraler, aber auch bei ihr dringt unweigerlich ihre Weltsicht durch.

Für uns ist nie das Ziel, Teil der Minimalismus-Bewegung zu sein, sondern uns geht es darum, einige Praktiken herauszugreifen und in das christliche Weltbild einzufügen. Klingt gefährlich? Vermutlich ist es das auch! Genau darum ist es wichtig, das Thema “von der Bibel her” anzugehen. Der Begriff Minimalismus kommt in der Bibel natürlich nicht vor. Und trotzdem vermittelt die Bibel ein Ideal eines “Christlichen Lifestyles”, den ich mal “Christlicher Minimalismus” nenne und den ich gerne definieren würde. In diesem ersten Beitrag die positive Definition: drei Bilder aus der Bibel.

Der Pilger

In der Bibel kommt das Bild der Pilgerschaft überall vor: In Hebräer 11 sind die Glaubenshelden noch nicht in der Heimat angekommen, sondern…

haben es nur von ferne gesehen und waren davon überzeugt, und haben es willkommen geheißen und bekannt, dass sie Gäste ohne Bürgerrecht und Fremdlinge sind auf Erden (Heb 11,13)

In der Anschrift vom ersten Petrusbrief: “Petrus, Apostel Jesu Christi, an die Fremdlinge in der Zerstreuung”. Oder später im gleichen Brief: “Geliebte, ich ermahne euch als Gäste und Fremdlinge: Enthaltet euch der fleischlichen Begierden, die gegen die Seele streiten”.

Stell dir einen Pilger vor: Seine Pilgerschaft ist nur der Weg zum Ziel. Er hat nur das Nötigste mit dabei, nämlich nur gerade so viel, dass er es ans Ziel schafft.

Unterwegs lässt er sich aber plötzlich nieder, aus Freude über ein lauschiges Plätzchen und baut sich eine Hütte. Eine Stimme in ihm sagt: »Es ist nur für einen Moment. Nur für den Winter. Wenn dann der Frühling kommt, kannst du wieder weiter ziehen.« Das Ziel der Pilgerreise ist ihm noch im Kopf, aber das anfangs klare Bild verschwimmt langsam. Bis er eines Tages von anderen nicht mehr als Pilger wahrgenommen wird, sondern als jemand, der in dieser - mittlerweile sehr wohnlich eingerichteten - Hütte wohnt.

Ist es nicht so? Die Welt ruft zum Verweilen auf. Sie ruft immerzu: »Es ist doch schön hier! Und wer weiss, ob sich das Ziel wirklich lohnt! Vielleicht gibt es gar kein Leben nach dem Tod, und zur Sicherheit kannst du dir hier ein gemütliches Leben machen, und wenn das dann mit dem Himmel nichts war, dann hast du wenigstens das Leben auf der Welt genossen«.

Und so lässt sich der Pilger nieder. Und denkt sich: »Naja, verboten ist es ja nicht!«. Er beginnt, an seinem “Plan B” zu arbeiten: Ein gemütliches Haus. Ein schöner Garten. Einfach eine Umgebung, wo es ihm gut geht. Er fängt an, der Welt zu glauben, die sagt “der Weg ist das Ziel”, genau darum, weil sie nicht mehr an das Ziel glaubt.

Nein, der Weg ist nicht das Ziel! Abgesehen davon, dass dieser Spruch philosophischer Schwachsinn ist, denn ohne Ziel gibt es auch keinen Weg, und daher kann der Weg ohne Ziel gar nicht das Ziel sein.

Das Ziel ist der Himmel. Das Leben hier ist nur eine Pilgerreise. Es ist nicht “the real thing”! Unser Lebensstil soll dem eines Pilgers gleichen. Wenn wir uns hier auf der Erde so einrichten, als wäre es unsere Heimat, dann haben wir das Ziel aus den Augen verloren. Das wird unter anderem in unseren materiellen Gütern sichtbar.

Definition “Christlicher Minimalismus”:

Christlicher Minimalismus ist ein Lebensstil, der einem Pilger gleicht. Das zeigt sich in unserem Besitz, nämlich wie viel wir davon haben und wie wir damit umgehen. Es ist ein Zeugnis für die Welt, wenn wir nicht viel besitzen, denn es wirft die Frage auf: “wenn du nicht auf diese Welt hoffst, worauf dann?”.

Das Zelt

Wenn unser irdisches Zelt abgebrochen wird, haben wir eine Wohnung von Gott, ein nicht von Menschenhand gebautes ewiges Haus in den Himmeln. (2. Kor 5,1)

Stell dir vor: ein Mann muss vorübergehend aus seiner Wohnung ausziehen, weil sie gerade renoviert wird. Einen Monat lang muss er woanders wohnen.

Er entscheidet sich zum Zelten. Seine Freunde fragen ihn, wieso er sich denn so etwas antun würde, denn ein Hotel böte ihm mehr Annehmlichkeiten. Er hat seine Gründe. Darauf gehen wir hier nicht ein, denn Zelten ist natürlich schön und romantisch, aber darum geht es hier jetzt grad nicht. Sondern darum: Beim Zelten muss sich der Mann einschränken: Es gibt kein fliessendes Wasser. Strom fehlt auch. Damit fällt auch die Musik weg, der Film am Abend. Elektrisches Licht gibts auch nicht. Gekocht wird auf dem Gaskocher oder Feuer. Wenn es regnet, dann kann er sich zwischen einem Regenspaziergang und dem Lesen im kleinen Zelt entscheiden.

Stell dir vor, der Mann bliebe länger als der eine Monat. Es wird ein Jahr, zwei Jahre. Er baut sein Zelt aus: Aus dem Zelt wird eine Hütte, eine Wasserleitung wird gezogen, und durch einen Strom-Generator kommt er in Genuss von Licht und Radio-Hören.

Dann kommt jemand vorbei: »Was machst du hier? Weisst du nicht, dass deine Wohnung längst umgebaut ist?«. Der Mann antwortet: »Woher weiss ich, dass meine Wohnung nun fertig ist? Das ist mir zu unsicher, besser, ich richte mich hier ein, dann weiss ich, was ich habe«.

Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. (Joh 14,2)

Jesus bereitet dir eine Wohnung im Himmel vor. Wenn das mit dem Himmel nichts wäre, dann hätte er es gesagt. Ehrlich! Dann könntest du dich auf der Erde schön einrichten.

Aber die Wohnung im Himmel ist unendlich schöner und herrlicher und gemütlicher und richtiger als unser Zuhause auf der Erde.

Wenn wir aber das aus den Augen verlieren, wenn wir nicht wirklich glauben, dass Jesus im Himmel für uns eine Stätte bereitet, dann richten wir uns auf der Erde ein schönes Zuhause ein.

Definition “Christlicher Minimalismus”:

Christlicher Minimalismus ist wie Genügsamkeit in einem Zelt mit dem Wissen, dass sein Zuhause im Himmel ist. Er nimmt Entbehrungen in Kauf mit dem Wissen, dass es nicht für immer ist. Er sagt sich “Wo dein Schatz ist, ist auch dein Herz.”. Das heisst: Er vertraut auf eine herrliche Wohnung im Himmel, und daher wird sein Herz himmlisch gesinnt sein.

Der Botschafter

So sind wir nun Botschafter für Christus […] so bitten wir nun stellvertretend für Christus: Lasst euch versöhnen mit Gott! (2.Korinther 5,20)

Zum Schluss: Stell dir einen Botschafter vor. Er hat einen offiziellen Auftrag von seinem Heimatland erhalten und lebt eine Zeit lang in einem fernen Land. Als Botschafter kann er sich nicht vom fremden Volk abgrenzen, ja es ist sogar deine Aufgabe beim Volk ein und auszugehen, es kennenzulernen: seine Kultur, sein Denken, seine Pläne.

Dann passiert aber Folgendes: Der Botschafter beginnt, sich wohlzufühlen im fernen Land. Nach einer Zeit zieht er es sogar seinem Heimatland vor. Er verliebt sich. Er will heiraten. Sein Auftrag verwandelt sich zum schlechten Gewissen: “Eigentlich sollte ich die Sache meines Heimatlandes vertreten”. Doch was anfangs als Enthusiasmus begann, wandelt sich langsam zur Last.

Irgendwann kann er sein neues Leben nicht mehr mit seinem Auftrag vereinbaren: Er schickt seinem Heimatland die Kündigung, und lebt hinfort ohne Gewissensbisse im fernen Land.

Das dumme ist nur: Sein Heimatland ist das Himmelreich und mit der Kündigung verfällt sein Bürgerrecht. Doch das kümmert ihn nicht, denn eingelullt von der Liebe zum fernen Land sind ihm die Versprechungen des Himmels fern geworden. Wie gut hätte er sich daran getan, diesen Vers zu Herzen zu nehmen:

Richtet euch nicht länger nach ´den Maßstäben` dieser Welt, sondern lernt, in einer neuen Weise zu denken (Röm 12,2)

Definition “Christlicher Minimalismus”:

Der Christliche Minimalismus hat den göttlichen Auftrag vor Augen. Er ist ganz eingenommen von “Gottes Sache”. Er erkennt die Versuchungen der Welt und ringt darum, den Einfluss der Welt aufs Nötigste zu reduzieren: Das zeigt sich auch im Besitz und im Konsum. Auf der anderen Seite merkt er, dass er als “einen von ihnen” gelten muss, denn als Botschafter muss er sich mit der Welt verständigen können. Daher hütet er sich davor, ein “Freak” zu werden.

Fortsetzung folgt!

Dies war der Teil 1 meiner Definition “Christlicher Minimalismus”, im Teil 2 werde ich auf negative Beispiele eingehen: Was ist denn christlicher Minimalismus eben nicht?

Beitrag von meiner Frau

Ich starte gerade einen Selbstversuch: Einen Monat lang möglichst wenig Haushaltsgeld ausgeben (ohne, dass die Familie zu viel davon mitkriegt und streikt), gleichzeitig aber keine Kompromisse eingehen mit der Herstellungsart. Sprich: Sparen mit Bio.

Die Probleme fangen schon an, bevor es richtig losgeht: Drei Tage vor Beginn bringt eine übersehene WC-Papier-Rechnung (das Einzige, was wir im Haushalt per Rechnung bezahlen) mein Budget unvorhergesehenerweise praktisch auf null. Dabei hätte ich grad kurz bevor das richtige Sparen losgeht, noch einen Honig nachkaufen müssen, der gerade zu Ende geht. Honig ist teuer, das weiss man ja. Ich stehe im Volg vor dem Honig-Regal. Normalerweise kaufen wir Honig aus dem Dorf, im Pfandglas (nicht Bio, aber auch nicht das Schlechteste).

Aber Moment, da hat sich seit dem letzten Kauf etwas geändert: Alle Honige aus dem Dorf haben auf Bio umgestellt! Normalerweise würde ich mich darüber freuen. Aber heute bringt es mich einigermassen aus der Fassung. Der Bio-Honig kostet pro 500g 15.50 Fr. Vorher war er 13 Fr. Ich will doch sparen! Und habe eh kein Geld mehr! Mein Mann steht neben mir und lässt seinen Blick abwärts gleiten. “Der da kostet nur 5.50 Fr. pro 500g!”, sagt er. Hm. Wie ist so ein Preisunterschied möglich? Soll ich wirklich den Billigsten kaufen, der irgendwie hergestellt wird, damit wir uns Honig leisten können? Wir entscheiden uns, noch nichts zu kaufen. Zu Hause habe ich die Idee: “Wir kaufen einfach gar keinen Honig mehr!” Das sage ich natürlich nur, weil ich keinen Honig auf dem Brot mag. Aber mein Mann protestiert. “Verzichten geht nicht!”, ist seine Reaktion. Tja, damit wären wir schon mittendrin im Konflikt. Es geht nämlich keineswegs nur um die puristische Frage: Was kann ich mir leisten? Es geht ebenso sehr um die Frage: Was will ich mir leisten? Und ich nehme mich da gar nicht heraus. Dass ich so einfach bereit bin, auf Honig zu verzichten, ist ja nur so, weil ich keine Lust auf Honig habe. Würde es um Kaffee gehen, sähe die Sache wieder ganz anders aus.

Eigentlich wäre der neue Bio-Honig das ultimative Produkt, das alle Vorteile der Nachhaltigkeit in sich vereint: Biologisch. Aus dem Dorf. Im Pfandglas. Nur stört da eben dieser hohe Preis. Ist er deswegen ein Edelprodukt? Auf gewisse Weise schon, denn Honig ist ein Genussmittel. Niemand ist darauf angewiesen, Honig zu essen. Auf gewisse Weise aber auch nicht. Ausser man ist der Ansicht, dass Nachhaltigkeit an sich eine unnötige Veredelung ist. Der Meinung bin ich aber nicht. Ich bin überzeugt, dass nachhaltiger Anbau und artgerechte Tierhaltung längerfristig die einzigen Alternativen sind, um unserer Umwelt nicht zu schaden (und, dass wir als Christen erst recht dazu verpflichtet sind, mit der Natur sorgsam umzugehen, wie ich da geschrieben habe).

Nun, ich mache ja nur einen Versuch. Wir haben genügend Geld. Wenn ich auf etwas nicht verzichten will, finde ich immer einen Weg, es mir zu kaufen. Entweder ich überziehe das Haushalts-Budget. Oder ich zahle es von meinem Sackgeld. Im schlimmsten Fall stocke ich einfach das Budget auf. Es ist ja nicht so, dass unser Konto leer wäre. Dann können wir einfach ein bisschen weniger spenden.

Wie geht es aber denen, die wirklich kein Geld mehr auf dem Konto haben? Können sie sich überhaupt Gedanken über Nachhaltigkeit machen, oder blenden sie die Regale mit den Bio-Produkten einfach aus, so wie ich die Regale mit den Billig-Produkten ausblende? Ich kann ja nicht wirklich in jemanden hineinsehen, der auf dem untersten Einkommensniveau lebt. Aber etwas fällt mir auf. Es gibt ja bei uns, wie schon hier beschrieben, im Coop nicht nur eine Sorte Fleisch zu kaufen, sondern mindestens drei. “Normale”, die vom Preisniveau in der Mitte sind (was ist eigentlich normal?), teurere aus tierfreundlicher Haltung und ganz billige fürs Budget. Wenn ich mich umschaue, was die Leute so alles in den Einkaufswagen legen, dann sehe ich eigentlich niemanden, der nur das Allernötigste einkauft. Wie ich gerade von einem Hilfsprojekt gelesen habe, sind in einem Nothilfepaket z.B. lediglich Reis, Bohnen und Öl drin. Nicht, dass wir so tun müssen, als ob wir in einer Hungersnot wären, aber als wichtige Nahrungsmittel kommen mir z.B. Reis, Teigwaren, Mehl, Salz, Öl, Essig, Gemüse und Früchte in den Sinn (ohne Anspruch auf Vollständigkeit). Vielleicht noch Milch, Käse, Fleisch und Eier. (Womit wir schon mitten in der Ernährungsdebatte wären, da will ich jetzt aber nicht hinein.)

Was ich in den Einkaufswagen aber sehe, sind alle Produkte quer durchs Band, einfach in Billig-Version. Es scheint so, dass wir nicht bereit sind, auf etwas zu verzichten, wenn es zu teuer ist (ausser, es ist uns nicht wichtig). Nein, was wir stattdessen tun, ist, die billig(st)e Variante davon zu kaufen. Damit wir nicht verzichten müssen. Nochmals: Ich schliesse mich hier gar nicht aus. Auch ich ertappe mich dabei, meine Verzichtbereitschaft hervorzuheben bei Dingen, die ich gar nicht kaufen will. Oder bei Sachen, auf die ich nicht verzichten will, schon mal ein Auge zuzudrücken und statt etwas Nachhaltiges etwas Billiges zu kaufen.

Ich glaube, das Sparen hat sich tendenziell vom Verzichten zum Kaufen von Billig-Produkten gewandelt. Bei den Kleidern ist es doch dasselbe. Niemand kauft sich nur zwei Paar Hosen und flickt sie, bis sie auseinanderfallen (das wäre auch gesellschaftlich ziemlich wenig angesehen). Nein, wenn jemand bei der Kleidung sparen muss, kauft er Billig-Kleider.

Verzichten müssen wir nicht mehr. Dafür gibt es ja praktischerweise die Billig-Produkte. Aber ist das wirklich eine gute Lösung? Irgendjemand zahlt ja doch dafür. Die Natur. Die Tiere. Die Menschen, die unter schlechten Bedingungen und mit geringem Lohn arbeiten müssen. Können wirklich nur die mit einem dicken Portemonnaie Verantwortung für nachhaltige und gerechte Herstellung übernehmen? Sind die mit kleinem Einkommen gar nicht in der Lage, etwas dazu beizutragen?

Ich glaube, wir sollten das Verzichten wieder lernen. Aber es ist gar nicht so einfach. Meine Generation, hier in der Schweiz, ist das Verzichten nicht so gewohnt. Wir sind gut darin, das Billigste zu suchen, um eben nicht verzichten zu müssen. Aber herzlich schlecht darin, einfach ohne etwas auszukommen. Das merke ich bei diesem Selbstversuch ziemlich deutlich an mir selber.

Wie machen wir es nun mit dem Honig? Ganz verzichten? Nur am Sonntag Honig essen? Mein Mann hat vorgeschlagen, den Honig einfach aus seinem Sackgeld zu bezahlen… Hm, also, das ist ja jetzt wirklich nicht ganz im Sinn der Übung! Fortsetzung folgt.

Teil 2 von “Lesenswichtig”: Eine Besten-Liste von christlichen Artikeln, die ich diese Woche gelesen habe.

Die Liste ist immer noch sehr Englisch-Lastig, und ich versuche mich zu verbessern. Ich bin froh um Empfehlungen von christlichen, deutschsprachigen Blogs!

Artikel 1: Bei anderen einfordern was ich für mich nicht voraussetze

Aus einem tollen neuen christlichen Blog. Es scheint, als hätte gleichzeitig wie ich einen Anlauf beim Bloggen gemacht.

Ein Auszug:

Auf dem Heimweg beklagte sich mein Kollege: «Weshalb gibt es Leute, die meine Jacke stehlen?» Wir stiegen in den Bus ein. An der nächsten Haltestelle stieg eine ältere Dame zu. Da alle Plätze besetzt waren, überliess ich ihr meinen Sitzplatz. Mein Kollege konnte dieses Verhalten nicht nachvollziehen. Er flüsterte: «Weshalb gibst du ihr deinen Platz frei? Jetzt musst Du stehen. Dir kann diese Alte doch egal sein.» Ich dockte an die vorherige Situation an: «Weil die meisten so denken wie du, vermisst du deine Jacke!»

Zum Beitrag: Bei anderen einfordern was ich für mich nicht voraussetze

Artikel 2: Wieso Charles Darwin Atheist wurde (Englisch)

Nochmals ein Beitrag über Leiden. Genauer gesagt, was passiert, wenn man im Leiden beginnt an Gott zu zweifeln:

Charles Darwin began his journey, according to his testimony, as a Christian. In fact, there was the possibility of him going into ministry before his ride on the Beagle. However, there were some things that changed his mind. No, it was not his “discovery” of evolution that changed him. In fact, it was something else that pushed him into this evolutionary paradigm: meaninglessness. More precisely, meaningless suffering.

Zum Beitrag: The Reason Darwin Left the Faith (And How We Can Learn Through His Pain)

Artikel 3: Sorgen belebt Gebet (Englisch)

Wie oft habe ich Gebet schleifen lassen - insbesondere gemeinschaftliches Gebet mit meiner Frau - bis wir von Sorgen durchtränkt keinen anderen Ausweg mehr sahen als Gott im Gebet suchen.

When I am worried, I find that I turn to prayer more readily. I like to think I am a pretty logical guy. My wife thinks my emotions are hilarious because they tend to function – with occasional outlying examples – fairly logically! But when I am worried – and that worry is not always illogical, even if it is frequently wrong – I am much more prone to pray

Zum Beitrag: Prayer Worrier

Artikel 4: Asche (Englisch)

Kristins Blog ist einer meiner Lieblings-Blogs derzeit. Ihre Artikel sind lebensnah, tiefgründig und poetisch, aber auf eine ungekünstelte Art.

Zum Beitrage: Ashes

Seth Godin bloggt seit achtzehn Jahren. Jeden Tag. Als er gefragt wird, was ihn dazu motiviert, sagt er:

Ich blogge nicht jeden Tag, weil ich ein neuer Beitrag parat ist.
Ich blogge jeden Tag, weil es ein Morgen gibt.
Die Idee, dass es ein Morgen gibt, die Vorstellung, dass ich morgen einen Beitrag schreiben werde, fordert mich auf, darüber nachzudenken: Was ist der schlaueste, grösste, grosszügigste Beitrag, den ich der Welt morgen schenken kann?

Das ist meine derzeit beste Erklärung, was tägliches Bloggen für einen Gewinn ausschüttet. Weil die Investitionen sind gross: Der täglicher Zeit-Aufwand, die Unsicherheit, ob der Beitrag gelesen wird, das Sich-Verletzlich-Machen.

Doch es lohnt sich doch! Denn beim Bloggen wird mein Denken ganz neu anregt. Ich spinne angefangene Gedanken weiter, wenn ich weiss, dass ich darüber schreiben werde. Es lässt sich mit Lernen und Lehren vergleichen: Wenn ich etwas gelernt habe, dann hilft es, wenn ich es anderen erkläre. Und oft merke ich erst, wenn ich etwas anderen weitergeben will, dass ich es selbst noch nicht verstanden habe.

Der Segen und Fluch der Unpopularität

Nun zu einem potenziellen Motivations-Killer: Die Popularität der Beiträge. Respektive deren Unpopularität. Vor ein paar Jahren, als ich auf diesem Blog schrieb, habe ich mir jedes Mal die Statistiken angeschaut (Google Analytics): wie viel Leute haben den Beitrag angeklickt, wie lange verweilten sie auf der Seite, etc. Das Problem: Die Zahlen waren so demotivierend, dass ich nach einer gewissen Zeit wieder aufgehört habe zu schreiben.

Als ich im Dezember einen neuen Anlauf nahm, sagte ich mir: »Es ist mir egal, wie viele das lesen. Ich schreibe einfach weiter. Es ist mir egal, wie viele Likes ich auf Facebook oder Twitter bekomme, und es ist mir auch egal, wenn andere Blogger mehr davon bekommen. Ich schreibe einfach weiter.«

Das Elend der digitalen, vernetzten globalen Welt ist, dass man sich immer vergleichen kann, ja gezwungenermassen verglichen wird. Meine Frau fragte mich, ob man denn nicht auf Facebook die Likes abschalten könne. Nein, sagte ich, auf Social Media wird jeder mit jedem verglichen, ob er es will oder nicht. Und ich merke: Gebe ich mich diesem Wettkampf hin, dann lässt die Motivation nach.

Der Rat von Seth Godin:

[Dieses Streben nach Popularität] baut keine Kultur, auf die wir stolz sein würden.
Die Alternative ist zu sagen: Es ist mir egal, wie viele
Leute mir folgen. Meine Aufgabe ist es, etwas zu erschaffen, worauf ich stolz bin.

Die Versuchung beim Bloggen ist das zu schreiben, was populär ist, aber damit würde ich meinem Auftrag untreu. Die Alternative ist, nicht für die grosse Masse zu schreiben, sondern für ein paar wenige.

Seth Godin rät, sich eine Nische zu suchen, ein Thema, das nur eine ganz kleine Zielgruppe betrifft, und dann das Thema nochmals zweimal enger zu machen, bis die Zielgruppe auf zwei bis drei Leute zusammenschrumpft. Natürlich übertreibt er dabei, aber was er meint, ist, dass wir uns mit der Idee anfreunden müssen vom “kleinsten möglichen Publikum”. Das ist etwas gruselig, weil wenn du Millionen Leute hast, die dein Blog lesen und einer davon sagt, er möge deine Beiträge nicht, dann ist es dir egal. Aber wenn einer von deinen drei Lesern dasselbe sagt, dann kümmert es dich. Und genau dann fange die “Magie” an, meint Seth Godin.

Ja, und so ist es nun bei meinem Blog: Ich weiss von einer Handvoll Leute, die ihn mittlerweile lesen. Und ihr seid mir wichtig. Und dass macht die Magie beim Schreiben aus. Weil ihr seid keine blossen Zahlen in der Statistik, aber Leute, die mir auf der Strasse sagen, dass sie den Beitrag gelesen haben oder die mir auch mal eine Frage oder Feedback zurückschreiben, das zählt. Und so kann es auch eine ehrliche Auseinandersetzung geben, und das ist viel motivierender als tolle Statistiken.

Ich wünschte mir, es gäbe mehr christliche Blogs.
Ich wünschte mir, jeder Christ, der zu Hause eine Tastatur hat, würde anfangen zu bloggen.
Vielleicht hat es dich auch schon gejuckt.
Lass dich mit diesem Beitrag zum Bloggen ermutigen.

Mit der Annahme, dass du dazu Lust, dich aber etwas davon abhält, lass mich das Thema von der anderen Seite angehen:

Warum solltest du nicht bloggen?

Grund 1: Ich habe nichts zu sagen

Das war für mich immer Grund Nummer eins: Was in aller Welt würde ich überhaupt schreiben? Mein Blog wäre nach dem dritten Beitrag fertig. Ein sehr kurzer Blog.

Meine Überzeugung: Wandelst du mit Gott, dann wirkt Gott in deinem Leben. Dabei wird er nicht nur dein Leben umgestalten, sondern will auch, dass du ein Licht wirst für andere. Stell dein Licht nicht unter den Scheffel (Anm: Das sollte in Neudeutsch besser Topf heissen).

Bevor ich vor einem Monat angefangen habe, täglich zu bloggen, habe ich mir eine Liste gemacht von möglichen Blog-Beiträgen. Die war anfangs kurz, aber nach ein paar Tagen wurde die Liste länger, bis ich irgendwann bei mehr als dreissig Artikeln war. »Das reicht für einen Monat«, dachte ich, »lass mich mal anfangen. Vermutlich wächst durchs Schreiben die Liste noch weiter an«. Und so war es. Nach einem Monat habe ich immer noch eine Liste von etwa dreissig Beiträgen, die ich noch gerne schreiben würde.

Grund 2: Niemand wird meinen Blog lesen

Die lähmende Angst sagt: »Was wenn du schreibst und schreibst und niemand liest es?«

Dieser Grund lässt sich nicht kleinreden: Bloggen ist ein “leap of faith”, es ist wie bei Indiana Jones ein Schritt ins Leere.

Mein Rat: mache dir nicht zu viele Gedanken darüber. Der Spass kommt vor allem aus dem Schreiben. Bei mir stellt sich die Erfüllung ein, wenn meine Gedanken in einem Beitrag Form angenommen haben. Wenn die Idee nach dem Schreiben klarer ist als zuvor. Wenn der Beitrag dann auch noch gelesen wird, dann ist dies die Sahne auf der Torte. Aber die Torte selbst ist das Schreiben.

Das ist absolut essenziell. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass auch ein ungelesener Blog ein Erfolg ist. Sobald du dich auf die Reaktionen konzentrierst, verliert sich der Spass.

Grund 3: Ich kann nicht schreiben

In meinen Schulaufsätzen hatte ich nie guten Noten. Ich habe erst letzthin mein Aufsatzheft vom Gymnasium durchgeblättert und kam zum Schluss: Meine Deutsch-Lehrer setzten keine Hoffnungen in meine Schreibkünste.

Doch das war auch nicht weiter verwunderlich. Denn nur durch Übung wird man besser. Als ich angefangen habe, Gitarre zu spielen, hätte mir auch niemand gesagt, dass mein Gitarrenspiel eines Tages in Ordnung sein wird. Erst durch tägliches Üben konnte ich überhaupt beurteilen, ob Gitarre ein Ding ist, das ich kann, und ob mir das Spielen Spass macht. Es führt einfach kein Weg daran vorbei, es auszuprobieren.

Kann sein, dass nicht jeder das Talent zum Schreiben hat, doch mein Rat: probiere es aus.

Grund 4: Ich habe keine Zeit

Ich arbeite zu 90%. Ich habe eine Familie mit zwei Kindern. Da ist Zeit knapp. Für einen Blog-Beitrag brauche ich dreissig bis sechzig Minuten. Dreissig Minuten schreiben pro Tag bedeutet ein Beitrag alle zwei Tage. Ich habe mir am Morgen eine halbe Stunde eingeplant (meistens wird es aber länger). Das reicht. Was ich in den dreissig Tagen Bloggen gelernt habe, ist dass es auf die Regelmässigkeit drauf an kommt. Es braucht keine mehrere Stunden am Stück schreiben.

Doch ganz am Anfang braucht es etwas mehr Zeit. Am Besten beginnst du in einem Moment, wo du pro Tag eine Stunde aufwenden kannst, über die Zeit lässt sich der Zeitaufwand dann auf eine halbe Stunde täglich reduzieren.

Grund 5: Ich weiss nicht wie

Eine Blog-Plattform zu finden war bei mir als Informatiker nie das Problem. Bei mir war es eher so, dass ich mit der technischen Lösung angefangen habe und mich verloren habe im Konfigurieren und Designen, bis ich irgendwann Angst bekommen habe, den ersten Beitrag zu schreiben.

Aber für Nicht-Informatiker: Bloggen ist sehr einfach geworden. Jeder, der tippen kann, kann Blog-Beiträge schreiben.

Mein Rat: Nehme irgendein Tool. Wordpress ist gut. Typepad auch. Oder Medium. Und dann fange an zu schreiben. Wenn du nach einem Monat noch am Schreiben bist, kannst du dich immer noch ums Design kümmern.

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