#Philosophie

Die Aufklärung hatte sich zum Ziel gesetzt, die Welt vom Verstand her zu erklären.

Es war ein gewaltiges Unterfangen, das bis in die heutige Zeit hineinreicht: Menschen taten sich zusammen, um die Ordnung der Welt zu erforschen, allein mit Vernunft. Allein mit dem, was erfahrbar ist. Wie beim Turmbau von Babel war das Ziel, etwas grossartiges zu bauen. Die Prämisse: “Was können wir erreichen, wenn wir alles Wissen zusammenlegen, wenn wir gemeinsam forschen, zusammen experimentieren und erfinden?”.

Eine tolle Idee. Eigentlich. Die Vision einer grossartigen Zukunft. Wenn da nicht dieser Vers wäre:

Verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand.

Man kann daher die Aufklärung als ein Experiment ansehen: Was passiert, wenn man diesen Vers konsequent missachtet? Wie wird ein Turm aussehen, dessen Fundament nicht Gottesfurcht, sondern Verstand ist?

Am Anfang sah es noch gut aus: Enzyklopädien wurden geschrieben, physikalische Gesetze aufgestellt, grossartige Erfindungen wie die Elektrizität, Auto und Telefon brachten Wohlstand.

Dann wurde der Turm seltsamer. Alles wurde in das eine System gepfercht, alles vom Verstand her zu erklären. Zu Anfang wurde Gott noch als gegeben betrachtet, später musste auch Gott vom Verstand her erklärt werden. Die Evolutions-Theorie wurde aufgestellt. Gott wurde wegerklärt.

Wie ich im Beitrag über Systeme “Die Marmorsäule und der romantische Felsblock“ beschrieb, haben Systeme einen guten Kern, doch wenn man sie zu weit treibt, dann nehmen sie solch monströse und absurde Auswüchse an, die eigentlich niemand mehr ernst nehmen kann.

Der Atheismus ist ein solcher Auswuchs. Ich verstehe noch immer nicht, wer ernsthaft und konsequent daran glauben kann. Ich finde ihn höchst seltsam, denn er erklärt nichts, sondern lässt bloss alles als sinnlos erscheinen.

Wie Atheismus in aller Konsequenz aussieht, erklärt die folgende Geschichte. Einer meiner atheistischen Freunde hat sie mir erzählt. Ich dachte, sie stamme ursprünglich von Richard Dawkins, konnte aber das Zitat im Internet nicht finden. Ist auch egal. Die Geschichte ist höchstwahrscheinlich erfunden, taugt aber trotzdem für den Anschauungsunterricht:

Ein Mädchen kommt zu seinem Grossvater auf Besuch. Im Wohnzimmer sitzt der Opa gemütlich in seinem Schaukelstuhl und raucht Pfeife. In einem ruhigen Moment fragt der Grossvater das Kind: «Sag mal Kind, wo bin ich?». Das Mädchen war verunsichert über die seltsame Frage. «Da!» Sagt sie und zeigt auf Opa. «Nein, das ist mein Bauch. Du hast auf meinen Bauch gezeigt. Wo bin ich?». Verwirrt zeigt das Mädchen auf den Kopf. «Da?». «Nein, das ist mein Kopf, wo bin ich?». Da fing das Mädchen an zu weinen, weil sie nicht einmal diese einfache Frage beantworten konnte.

Durch den Atheismus kann man gar nichts mehr erklären. Nicht einmal “wo bin ich?”. Das Konzept der Identität verdampft lediglich. Das Wort “ich” und “du” verschwinden im Land der Sinnlosigkeiten, ganz zu schweigen von Wörtern wie Liebe und Mut. Was zurück bleibt ist eine kalte Welt, erfüllt von Enzyklopädien, Autos und mit Strom betriebenen Glühbirnen. Der Turmbau von Babel ist stehen geblieben, weil er plötzlich sinnlos wurde.

Ich will euch als Christen ermutigen, nicht die ganze Welt vom Verstand her erklären zu versuchen. Ich lese gerade die Sprüche und da steht ein interessanter anderer Ansatz, Weisheit zu erlangen, nämlich indem man von Gott ausgeht, von der Ehrfurcht vor ihm:

Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit, und die Erkenntnis des Heiligen ist Einsicht. (Spr 9,10)

Wer seinen Turm auf dieses Fundament stellt und ihn konsequent nach diesem Leitsatz baut, der entgeht den kuriosen Auswüchsen von “am Anfang war der Verstand”.

Hoffnung hat häufig diesen passiven Beigeschmack. “Die Hoffnung stirbt zuletzt” klingt wie eine Aushalte-Parole.

Im Beitrag von gestern habe ich geschrieben, wie ich mich monatelang auf ein Google-Interview vorbereitet hatte. Die Hoffnung auf eine tolle Stelle hat mich nicht untätig sein lassen! Und dabei war diese Hoffnung noch nicht mal eine Hoffnung im christlichen Sinn, sondern ein Gamble, eine Wette, ein Risiko.

Was würde geschehen, wenn wir unser Leben konsequent auf die Verheissungen Gottes stellen würden? Die Hoffnung auf die Erfüllung seiner Verheissungen ist die wahre, christliche Hoffnung, und sie ist nicht “Säen in Hoffnung”, sondern eine unabänderliche Zukunftsprognose.

Ein Vorbild auf das absolute Vertrauen in Gottes Verheissungen ist für mich Hudson Taylor. Er traute jedem einzelnen Wort der Bibel. Sie war sein Wegweiser und er richtete seine Lebensführung, seine Mission, einfach alles nach ihr aus. Ein paar Theologiestudenten fragen ihn: “Wie können Sie nur an jedes Wort der Bibel glauben?”. Er antwortete sinngemäss:

Wenn Sie eine Fahrt mit der Eisenbahn antreten wollen, dann richten Sie sich nach dem Kursbuch. Sie stellen vermutlich keine weiteren Untersuchungen darüber an, ob man dem Kursbuch vertrauen kann. Genau so habe ich es seit fünfzig Jahren mit der Bibel und ihren Geboten und Zusagen gehalten, und ich habe ihre Weisungen auch unter Todesgefahren immer für zuverlässig befunden. Wenn zum Beispiel in der Bibel steht: »Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, und dies alles wird euch hinzugefügt werden« (Matthäus 6,33), so habe ich mich danach gerichtet, und ich bin in allen kritischen Lebenslagen nie enttäuscht worden. Handeln Sie ebenso, und Sie werden dieselbe Erfahrung machen! (aus “Die Zuverlässigkeit der Bibel“)

Hudson Taylor wuchs in England auf und hat sich auch da zu Gott bekehrt. Nach ein paar Jahren berief ihn Gott, nach China zu gehen und dort das Evangelium zu verkünden. Daraufhin suchte er einen Missionar auf, in der Hoffnung von ihm Zuspruch für seine Pläne zu erhalten. Aber der Missionar tat das Gegenteil: Er wollte Taylor von seinem Vorhaben abbringen:

“Niemals würden Sie nach China passen”, rief dieser nach ihrer Unterredung mit ihm aus. Er wies dabei auf Hudsons blondes Haar und seine blauen Augen. “Sie heissen mich sogar ‘roter Teufel’! Gewiss würden die Chinesen bei Ihrem Anblick davonlaufen und nie vermöchten Sie, diese zum Zuhören zu bringen.”
“Es ist aber Gott, der mich nach China gerufen hat”, antwortete Hudson Taylor. “Er kennt die Farbe meines Haares und meiner Augen.” (aus “Hudson Taylor: Ein Mann, der Gott vertraute“)

Taylor liess nicht ab, an Gottes Ruf zu glauben, obwohl viele in seiner Umgebung ihn von seinem Vorhaben abbringen wollten. Er ging dann nach China, lernte die Sprache und begann, Menschen für Christus zu gewinnen. Bald merkte er: alleine richtet er zu wenig aus. Es braucht viel mehr Missionare, um das Land zu evangelisieren. Zurück in England suchte er Missionsgesellschaften auf. Hudson Taylor und seine Freunde…

suchten Vertreter der größeren Missionsgesellschaften auf und breiteten vor ihnen den Anspruch der nicht evangelisierten Millionen Chinas aus. Überall wurden sie freundlich angehört. Man kannte die Tatsachen. Doch niemand wollte etwas unternehmen. Zwei Einwände wurden immer wieder angeführt: Geldknappheit und der Mangel an Missionaren. Dazu kam die Frage, wie die fernen Provinzen je erreicht werden sollten, selbst wenn Geld und Missionare vorhanden wären. Der im Jahre 1860 geschlossene Vertrag sicherte zwar Reisen und sogar das Niederlassungsrecht im Inland, aber dennoch lautete der Bescheid: »Wir müssen warten, bis sich durch Gottes Vorsehung die Türen öffnen. Augenblicklich können wir nichts tun.«

Hudson Taylor erwiderte:

In Seinem Befehl “Gehet hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium aller Welt!” hatte der Meister nichts über Politik oder Finanzen gesagt. Sein Befehl lautete: “In alle Welt” und Seine Verheissung: “Ich bin bei euch alle Tage”. Musste diesem Befehl nicht mit Vertrauen und völligem Gehorsam begegnet werden? (aus “Hudson Taylor: Ein Mann der Gott vertraute“)

Ich könnte noch viele Zitate von Hudson Taylor anführen. Alle zeugen sie von einer Einstellung eines unbedingten Vertrauens in die Zusagen Gottes. Hudson Taylor ist für mich die Sekundärliteratur der Bibel, denn sie zeigt mir, was passiert, wenn ich jedem Vers der Bibel uneingeschränkt vertraue und die Erfüllung der Verheissungen erwarte.

Und diese Hoffnung ist nicht untätig, sondern geht, wie in Taylors Fall, nach China um eine Nation zu evangelisieren.

Nach dem etwas schwärmerischen Beitrag über Hoffnung geht es heute um die Natur der Hoffnung. Gibt es wahre und falsche Hoffnung? Was passiert, wenn wir keine Hoffnung haben?

Vor ein paar Jahren sah ich eine Jobanzeige bei Google. Bei meinem damaligen Job hat es mir nicht mehr sonderlich gefallen und die Stelle bei Google schien gut auf meine Fähigkeiten zu passen. Ich dachte: “versuchen schadet nie”, frischte meinen CV auf, schrieb einen kurzen Cover-Letter und schickte ab. Zwei Stunden Aufwand. Nach ein paar Tagen erhielt ich einen Anruf auf mein Handy, es war der Recruiter von Google. Er checkte mich auf meine Fähigkeiten in Mathematik und Informatik. Anscheinend hatte ich die Fragen richtig beantwortet, denn er stellt mir für drei Wochen später ein weiteres Telefoninterview in Aussicht. Ich solle mich aber vorbereiten. Ich sagte zu und übte daraufhin Abend für Abend für das Telefoninterview. Nach dem nächsten Interview gab es ein weiteres Telefoninterview zwei Wochen später. Als ich auch dieses bestand, lud mich Google zu einem Onsite-Interview ein und gab mir nochmals einen Monat Zeit für Vorbereitungen. Ich kaufte Bücher, frischte meine Programmierfähigkeiten auf. Ich verwendete jede freie Minute. Ich hörte auf zu Bloggen, denn dafür war nun keine Zeit mehr. Das Onsite-Interview dauerte einen ganzen Tag. Ein paar Tage später kam das Telefon. Nach einem kurzen Small-Talk-Geplänkel holte der Recruiter Luft und sagte: “Unfortunately…” und da fiel meine Welt zusammen. Zwei Monate Vorbereitungen für nichts. Der Recruiter meinte, ich hätte es nur knapp nicht geschafft und legte mir nahe, ich solle mich doch in einem Jahr nochmals bewerben, denn diese Position werde jedes Jahr wieder gesucht, sie hätten viele davon. Er erklärte mir, wo meine Schwächen lägen und wie ich mich fürs nächste Mal vorbereiten könne. Also bildete ich mich ein Jahr lang weiter, lernte eine neue Programmiersprache und las mich durch dicke Bücher durch. Doch nach einem Jahr war die Position nicht mehr ausgeschrieben. Auf Nachfrage war die Antwort des Recruiters, ich solle nochmals ein halbes Jahr warten. Aber auch dann war keine Stelle offen. Schlussendlich gab ich auf. Meine Hoffnung auf den Job hat sich nicht bewahrheitet. Die zwei Jahre Arbeit haben keine Früchte getragen. Es war schmerzhaft und demütigend.

Jeder erlebt solche Dinge. Bei mir war es nur eine verpasste Arbeitsstelle. Enttäuschte Hoffnungen ist der Grund, wieso manche Erwachsene zynisch und freudlos werden. Einige legen sich die Strategie zurecht: Besser nicht mehr hoffen, dann werde ich nicht mehr enttäuscht.


Ready Player One ist ein sehr gut geschriebener Science-Fiction-Roman. Am Anfang der Geschichte erlebt die Hauptfigur eine Abkehr vom Glauben: Anfangs geht er davon aus, dass es Gott gibt, doch durch seine Jugend kommt er durch wissenschaftliche Lektüre vom Glauben ab:

Ich habe das alles erst nach und nach herausgefunden, im Laufe mehrerer Jahre, und manchmal wäre ich trotzdem am liebsten von der nächstbesten Brücke gesprungen. Glücklicherweise hatte ich Zugang zur OASIS, was in etwa einer Rettungsluke in eine andere Welt gleichkam. Die OASIS hat mich davor bewahrt, den Verstand zu verlieren. Sie war mein Spielplatz und meine Vorschule, ein magischer Ort, an dem alles möglich war.

Zur Erklärung: Die OASIS, von der die Hauptfigur spricht, ist ein Virtual Reality Spiel, in das er abtauchen kann. Das ganze Buch dreht sich nur um die OASIS, um die virtuelle Welt, in der man sich flüchten kann.

Die Wissenschaft, angestachelt durch die Evolutionstheorie, hat jede Hoffnung zerschlagen. Ihr Argument: Die christliche Hoffnung ist ein Wunschdenken. Lass uns der Wahrheit in die Augen schauen und verstehen, dass das alles keinen Sinn hat. Mit einer solchen Einstellung bleibt wahrlich nur noch der Selbstmord oder das Flüchten in Ablenkungen wie z.B. Virtual Reality.

Ich muss mir immer wieder vor Augen malen, dass die Welt keine Hoffnung hat. Ich hatte auch keine, bevor ich mich zu Jesus bekehrte. Und nein: Der christliche Glaube ist kein Wunschdenken. Für mich ist es nach eingänglicher Prüfung noch immer die beste Erklärung für das Leben, das Universum und den ganzen Rest. Der Atheismus ist bloss eine unbegründete, hoffnungszerschlagende Peitsche des Teufels.


Doch ja, es gibt wahre und falsche Hoffnungen. In einer Predigt erzählte jemand, wie ein enger Familienangehöriger schwer krank war. Da kam ein Arzt, sah die Verzweiflung des Mannes und erklärte ihm, es werde schon wieder gut. Der Mann scheuchte den Arzt weg, denn es waren nur leere Worte. Die Hoffnung des Arztes hatte keine Basis. Die Worte waren zwar gut gemeint, er verkündigte aber nur eine leere Hoffnung.

Meine Geschichte mit Google war ähnlich: Das war eigentlich keine Hoffnung, die mich antrieb, es war ein Gamble. Ich wusste von Anfang an, dass meine Chancen nicht gut standen. Doch ich versuchte es trotzdem. Wie beim Roulette. Die Chancen zu verlieren sind gross, doch wenn ich gewinnen würde, dann würde mein Einsatz vervielfacht.

Doch die Art der biblischen Hoffnung ist ganz anders. Leider unterscheidet die deutsche Sprache nicht zwischen der “Gamble-Hoffnung” und er “biblischen Hoffnung”, doch in ihrem Wesen sind sie sehr verschieden. Mein Lieblingsvers über die Hoffnung:

Die Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist (Röm 5,5)

Das “zuschanden werden” klingt altmodisch. Die Zürcher Bibel hat “stellt uns nicht bloss”. Die Hoffnung für alle: “geht nicht ins Leere” oder NGÜ “in dieser Hoffnung werden wir nicht enttäuscht”. Im Google-Beispiel: Meine Vorbereitungen gingen ins Leere und der Moment, als der Recruiter “Unfortunately” sagte, war für mich ein Moment der Schande. Natürlich wurde ich nicht für ein Vergehen blossgestellt, doch der reine Fakt des Scheiterns hatte einen Anflug von Schande. Die Monate Vorbereitungen waren ein “Säen auf Hoffnung”, doch die Ernte blieb aus.

Die biblische Hoffnung ist aber kein “Säen auf Hoffnung”. Es ist etwas ganz anderes. R.C. Sproul hat den Unterschied zu der oben beschriebenen Hoffnung gut beschrieben:

Wenn die Bibel allerdings von Hoffnung spricht, dann bezieht sie sich auf etwas Zukünftiges, das sich ganz sicher erfüllen wird, etwas, dessen Ausgang absolut gewiss ist. Wenn wir unser Vertrauen auf Gottes Verheissungen setzen, können wir ohne jeden Zweifel wissen, dass sie sich erfüllen werden. Denn wenn Gott seinem Volk ein Versprechen für die Zukunft gibt, dann wirkt die Hoffnung des Volkes wie ein „sicherer und fester Anker unserer Seelen“ (Heb 6,19). Ein Anker verleiht einem Schiff Sicherheit inmitten der unruhigen See. Das, was Gott uns für die Zukunft verheisst, lässt unsere Seelen schon heute in Sicherheit ruhen.

Der Winter hatte sich noch nie so in die Länge gezogen wie dieses Jahr. Durch die Pandemie, durch das zu-Hause-bleiben, durch den reduzierten Kontakt mit Menschen drückte mir die stetige Dämmerung des Winters auf das Gemüt.

Die letzten Wochen, wohl ausgelöst durch das Anbrechen des Frühlings, habe ich über die Hoffnung nachgedacht. Die Gedanken - obwohl noch grösstenteils unfertig - würde ich gerne mit euch teilen.

Heute: Teil 1 - Hoffnung ist unvernünftig


Ich habe die erste Amsel gehört.
Es gibt nichts, was ihrem Zwitschern nahekäme.
Ihr Gesang verkündet das Ende des Winters.
Sie verkündet: Schau dir die Krokusse an,
Die mit leuchtenden Farben hervorbrechen.
Die Blätter, die an den Bäumen sprossen!

Ich blicke auf und tatsächlich: Frühling!
Die langen Nächte sind vorbei,
Das dauernde Dämmerlicht weicht dem klaren Frühlingslicht.
Mein Herz stimmt ein in den Amselgesang:
Freue dich, der Sommer kommt!


Es gibt wenig, das mein Herz so berührt, wie der Gesang einer Amsel. Ende Februar, Anfang März ist es der Vorbote für den Sommer. Bei uns im Rafzerfeld gibt es viele Feldlerchen. Die fangen ebenfalls an zu zwitschern, und ihr lustiger, wirrer Gesang hat mich schon oft zum schmunzeln gebracht. Die Vögel versprühen eine fröhliche Hoffnung auf den Frühling. Und es dünkt mich, als würden sie mich aufrufen, es ihnen gleichzutun.

Ein weiteres Vorbild für Hoffnung sind meine Kinder. Sie haben das Leben vor sich. Sie denken sich aus, was sie in Zukunft werden wollen. Und ihnen stehen alle Türe offen!

»Ich könnte Ballet lernen und eine Ballerina werden, schau mal, den Spagat kann ich schon fast!«

»Ich werde mal so Gitarre spielen können wie Slash, hör mal, seine Riffs kann ich schon spielen!«

Die Begeisterung, mit der sie ihren Hobbies begegnen ist ansteckend. Sie hoffen auf die Zukunft!

Die Hoffnung ist im Grunde genommen etwas sehr kindliches. Etwas unschuldiges. Die “dark side” vom Erwachsenenwerden ist, dass die Hoffnung durch die dunkle Wolke des Realismus überdeckt wird. Darum finde es wunderschön, wie Jesus uns geraten hat, wie die Kinder zu werden. Und dass uns Gott Kinder in unsere Mitte stellt, die uns zeigen wie Hoffnung geht.


Hoffnung hat eine kleine, vernünftige Seite und dann eine auswuchernde, grosszügige, verschwenderische unvernünftige Seite. Die vernünftige Seite ist die Wurzel: Die Hoffnung muss eine wahre Hoffnung sein. Meine Hoffnung in Gott wird immer wieder intellektuell geprüft und ich muss mir sicher sein, dass mein Glaube auf Tatsachen beruht.

Doch die unvernünftige Seite ist die schönere. Darüber schreibt G.K. Chesterton und stellt sie dem Atheismus gegenüber:

Die heidnischen Tugenden wie Gerechtigkeit und Mass [gehören] zu den traurigen Tugenden, die mystischen Tugenden Glaube, Liebe und Hoffnung hingegen zu den frohen und verschwenderischen Tugenden. […]
Heidnische Tugenden sind vernünftig, die christlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe hingegen im Kern denkbar unvernünftig. […]
Christliche Nächstenliebe […] heisst etwas verzeihen, das unverzeihlich ist, sonst wäre sie gar nicht erst eine Tugend. Hoffnung heisst hoffen, wenn alles hoffnungslos ist, sonst wäre sie keine Tugend. Und Glaube heisst das Unglaubliche glauben, sonst wäre auch er gar keine Tugend. (Aus G.K.Chesterton: Ketzer)

Eine solche Hoffnung kann also nur im christlichen Glauben entspringen. Im atheistischen Nährboden, wo nur der Verstand zählt, kann sie gar nicht erst wachsen. Und daher können wir fröhlich sein über die Hoffnung, die in uns ist!

Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und mit Frieden im Glauben, dass ihr überströmt in der Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes! (Röm 15,13)

Als frisch gebackener Vater musste ich mich dem Thema “Erziehung” stellen. Natürlich habe ich mir Bücher gekauft.

Vielleicht hätte ich das lieber nicht getan. Aber ich wusste es eben nicht besser. Ich habe gelernt: Kommt eine neue Situation auf mich zu, will ich mich darauf vorbereiten. Und das mache ich, indem ich Bücher lese.

Das erste Buch ging so: Zuerst wurde erklärt, wieso alle anderen Erziehungssysteme schlecht sind. Dann wurde das neue System erläutert (und auch gut mit der Bibel begründet!). Danach das Versprechen, dass dieses System in jedem Fall funktionieren würde. Dann Beispiele von Familien, wo das System nicht funktionierte und dann die Erläuterung, wieso es nicht klappte, nämlich: Die Familie hat das System nicht konsequent angewendet.

Nun. Ich bin voll darauf eingestiegen. Ich habe das Buch meiner Frau gezeigt und wir hatten grosse Hoffnungen. Das Problem: es funktionierte nicht. Aha! Wie bei dieser Familie im Buch! Die Lösung ist also, dass wir das System einfach konsequenter umsetzen, dann würde es besser. Wurde es aber nicht. Es wurde nur schlimmer und schlimmer.

Wir waren verzweifelt. Denn das System war biblisch begründet. Wir sind der Argumentation des Autors gefolgt. Es schien so, dass wenn wir das System verwerfen würden, so würden wir auch die Bibel verwerfen. Also blieben wir trotz Ausbleiben irgendeiner Besserung beim Befolgen des Systems. Bis Gott die Notbremse zog und mir in einem Traum deutlich machte, es sei schon gut, ich könne damit aufhören und ich würde den Glauben nicht verraten. Es fiel eine grosse Last von unseren Schultern.

Doch ich hatte meine Lektion nicht gelernt. Denn ich suchte mir einfach das nächste Buch. Ein neues System! Und - toll! - wieder das Versprechen, dass es in jedem Fall funktioniert! Das zweite System unterschied sich natürlich diametral vom Ersten. Alles andere hätte mich zu sehr ans erste System erinnert. Natürlich funktionierte auch das zweite System nicht.

Verwirrt gab ich auf und versuchte von da an, mich als Vater im Erziehungsalltag irgendwie “durchzuschlängeln”.


Ich liebe Philosophie. Ich liebe den Moment, wenn es “Klick” macht, wenn ich ein neues Konzept verstanden habe. Es fühlt sich an wie in der Mathematik, wo man Konzept um Konzept verstehen kann. Zuerst das Einmaleins. Dann Gleichungssysteme. Dann Integrale und Differenziale, dann Kreisintegrale, partielle Differenziale, Anwendungen auf die Physik und so weiter. Von der Mittelschule zur Universität konnte ich mich in immer höhere Gefilde hochschwingen und es fühlte sich fantastisch an.

Ebenso mit der Philosophie. Als ich in meinen Teenagerjahren zum Berufsberater ging, schlug er mir vor, Philosophie oder Physik zu studieren. Ich entschied mich dann für den etwas handfesteren Beruf des Informatikers, aber meine Interesse für Philosophie war ein ständiger Begleiter.

Doch mit der Philosophie verhielt es sich nicht viel anders als mit den Erziehungsbüchern: Jeder Philosoph hat sein eigenes System aufgebaut, in das er die ganze Welt hineinquetscht. Nehmen wir zum Beispiel David Hume : Er kommt aus der Strömung der Naturalisten. Er will die Welt vom Erfahrbaren her erklären. Also alles, was man anfassen und messen kann, das lässt er gelten, alles andere nicht. Dieser Schritt allein blendet die Hälfte der Welt aus, wie Liebe, Bewusstsein, Leben und Tod usw. Aber Hume, beflügelt von seiner Idee, geht noch weiter: Er lehnt nun sogar Gesetze wie die Schwerkraft oder das Gesetz über Ursache und Wirkung ab, weil diese nicht erfahrbar sind. Totaler Unsinn! Indem Hume die Welt in sein System pfercht und dabei keine Ausnahmen zulässt, treibt er seine Philosophie in die Absurdität. Jeder, der es liest, schüttelt den Kopf. Das kann es ja nicht sein.

Doch Hume ist nicht allein. Jede Philosophie, die ich bisher gelesen habe, versucht die Welt in ein System zu drücken. Die Idee der Philosophie ist zwar nett, der Moment, wenn ich dem Philosophen gedanklich folgen konnte, birgt ein Glücksgefühl, aber die Welt damit erklären, das lässt sich nicht.

Bei den meisten Philosophen ist dies ja harmlos. Doch es gibt Philosophen, die mit ihren Systemen grossen Schaden angerichtet haben. Allen voran Karl Marx, der den Kommunismus als Idee in ein Buch aufgeschrieben hat. Dieses Buch wurde als Anleitung für die russische Kommunismus-Revolution genommen. Als die Ideen vom Buch nicht funktionierten, war der logische Schluss: Die Ideen wurden zu wenig konsequent umgesetzt und der Staat wurde zur Diktatur, welche immer rigidere Strafen einsetzte. Irgendwann, so die Hoffnung, würde sich dann zeigen, dass das System funktioniert. Die Probleme bestünden nur am Anfang, doch einmal eingespielt, würde der Kommunismus das Volk zur Blüte bringen. Doch dieser Moment kam nie, und der erforderliche Apparat, um das System am laufen zu halten, wurde immer grösser.

Aus den logischen Gedanken von Marx wurden durch Schlussfolgerungen ein ganzes Gedankengebäude, das den Test der Praxis nicht bestanden hat. Statt das Gedankengebäude infrage zu stellen, hat Lenin es bis zum äussersten getrieben. Es wäre zu wünschen gewesen, dass er wie ich einen Traum gehabt hätte. Dass er zur Einsicht gekommen wäre, dass jetzt genug ist und das System sich nicht bewährt hat, auch wenn er nicht verstanden hat, wieso.


Ich folgere daraus, dass Systeme gefährlich sind, dass anfänglich gute Ideen, die weiter gesponnen werden, zu einer rigiden, herzlosen Maschine werden können. Ich mag mit dem Finger auf den fehlgeschlagenen Kommunismus in Russland zeigen, aber ich merke, dass mir bei der Kindererziehung dasselbe passiert ist, freilich nicht mit demselben Ausmass.

Und jetzt? Soll ich meinen jugendlichen Eifer für eine Idee ablegen und mich dem Impuls des Momentes hingeben? Soll ich meine Ideale ablegen und den Dingen einfach ihren Lauf lassen? Ist meine Aufgabe als Vater meine Kinder einfach “zu begleiten”, ihnen beizustehen im Leben, ohne ihnen eine Richtung zu geben?

Nein und Nein. Erstens Nein, weil ich damit den guten Kampf aufgebe, weil ich damit mich meinen Gefühlen hingeben würde, meinen momentanen Impulsen. Und denen traue ich ebenso wenig wie den Systemen. Wenn ich mich dem Impuls des Moments hingebe, dann lande ich entweder an einem Ort, wo ich nie hätte hingehen wollen, oder ich lande gar nirgends, weil ich mich nur im Kreis drehe.

Und zweitens Nein, weil die Alternative zu einem System nicht “kein System” ist, sondern immer ein anderes System. Ich kann nicht einfach keine Richtung im Leben haben. Ich folge immer einer Philosophie. Auch die Idee, im Moment zu leben, die Philosophie “geh wohin dein Herz dich trägt”, ist eine Philosophie, ein System, das genau so ausschliesslich ist wie die Autoritäreren Systeme der Kindererziehung und die Einführung einer klassenlosen Gesellschaft.

Was nun? Wenn alle Systeme und Philosophien gefährlich sind und es keine Möglichkeit gibt, das Leben system- oder philosophielos zu leben, was sollen wir dann tun?


Der einzige Ausweg besteht, nicht menschliche Ideen und Idealen zu folgen, sondern Gottes Offenbarung.

Das klingt fromm, ist in Tat und Wahrheit aber bloss ein Eingeständnis der Beschränktheit des Menschen: Jede menschliche Idee, jedes von Menschen aufgebaute System, wird, wenn es sich ohne Einschränkung entfalten kann und zur vollen Wirkung kommt in einem Desaster enden.

Diese Tendenz merke ich an mir täglich: Ich tendiere dazu, ein gerade gelesenes Prinzip mir zu Eigen zu machen - dies ist notwendig und gut, und gehört zum Lernprozess dazu - und das in meinem Leben umzusetzen. Und bei der Umsetzung ertappe ich mich, wie ich den Bogen überspanne, wie ich zu viel meines Lebens diesem eben gelernten Prinzip unterstelle. Und dann lese ich in der Bibel und merke, was gerade passiert ist: Ich habe die ursprünglich gute Idee zu weit gesponnen und es hat sich ein kleines System gebildet, das nun aber gerade von Gottes Wort korrigiert wird. Das kann allerdings nur dann passieren, wenn ich mich ehrlich dem Wort Gottes unterstelle, und ich versuche, es jeden Tag von Neuem zu verstehen (und es nicht meinem eben aufgebauten System zu unterwerfen versuche!)

Darum ist es für mich lebenswichtig, die Bibel zu lesen, damit die christlichen Idealen sich nicht zu kleinen Systemen entwickeln. Und dabei reicht es nicht, nur Teile der Bibel zu lesen, denn es gibt immer solche Teile, welche das System unterstützen und solche, welche es infrage stellen. Es reicht auch nicht, Bücher über die Bibel zu lesen, denn auch diese lassen durch die einseitige Prägung des Autors Dinge aus.


G.K. Chesterton ist einer meiner Lieblingsautoren. Er hat das Prinzip der gefrässigen Ideen im Buch “Orthodoxie” gut beschrieben:

Der christliche Hirte hütet keine Schafherde, sondern eine Horde Stiere und Tiger, einen Haufen furchterregender Ideale und gefräßiger Dogmen, von denen jedes stark genug war, um zur falschen Religion zu werden und die Erde zu verwüsten.

Die christlichen Hirten sind wir! Und die Stiere und Tiere sind die Idee und Philosophien. Jedes dieser Ideen muss in Schach gehalten werden, sonst wird es uns auffressen.

Er geht weiter und vergleicht die reinen Philosophien, die menschlichen Systeme (er nennt dies das Heidentum) mit dem Christentum so:

Das Heidentum gleicht einer Marmorsäule, es steht aufrecht, weil es symmetrisch gebaut ist. Das Christentum gleicht einem riesigen, zerklüfteten, romantischen Felsblock, der … weil seine enormen Auswüchse einander genau die Waage halten, seit tausend Jahren dort thront… scheinbar zufällige Dinge haben sich ausbalanciert.
Je länger ich [den christlichen Glauben] betrachtete, desto mehr kam es mir vor, als habe er zwar Gesetz und Ordnung geschaffen, aber das Hauptziel dieser Ordnung sei es, Raum zu gewähren, wo alles Gute sich austoben kann.

Chesterton sieht beim Anblick des christlichen Glaubens, beim Lesen der Bibel, etwas, das in der Balance steht. Etwas, das seit Jahrtausenden fest steht. Und ebenso überfällt mich ein Gefühl von Ehrfurcht, wenn ich die Bibel lese. Eine Ahnung, dass kein Mensch so etwas erschaffen kann. Denn auch meine heiss geliebten Autoren, so belesen und weise sie auch sind, sind alle einseitig und werden mich in die Irre führen, nur das Wort Gottes kann der Massstab sein, nach dem ich mein Leben führen kann.


Das wurde jetzt alles etwas philosophisch und theoretisch. Lasst mich diesen Beitrag mit zwei praktischen Wegweisern abschliessen.

Zum ersten Wegweiser: Karl Barth. Ja, er ist kompliziert. Ich habe eine lange Biographie über ihn gelesen und weiss immer noch nicht recht, was ich von ihm halten soll. Seine Theologie lässt sich nicht recht fassen, es scheint, als wolle er keine Farbe bekennen.

Trotzdem, was mir an Barth gefiel, war seine Art, sich von der Bibel leiten zu lassen und dann doch von Situation zu Situation zu entscheiden. Im Zweiten Weltkrieg versteckten sich viele seiner Theologie-Kollegen in ihrem System, haben es gar geschafft, den Nationalsozialismus in ihr System einzufügen. Nicht so Barth. Er gehörte zur lauten Opposition. Als Professor in Deutschland wurde ihm befohlen, vor den Vorlesungen jeweils den Hitlerschwur aufzusagen. Barth war bereit, dies zu tun, mit einem Zusatz (womit er natürlich nicht durch kam)

Dieser von mir vorgeschlagene Zusatz lautete: dem Führer Treue leisten zu können nur, »soweit ich es als evangelischer Christ verantworten kann«.

Er war ein lauter Zeuge für das Evangelium, indem er sich stets an der Bibel ausrichtete und dort Akzente setzte, wo er sah, dass es sie brauchte. Sein Leben unterstand diesem Prinzip:

Ein guter Theologe wohnt nicht in einem Gehäuse von Ideen, Prinzipien, Methoden. Er durchschreitet alle solchen Gehäuse, um immer wieder ins Freie zu kommen.

Und so ist mir Karl Barth ein Vorbild - nicht in seiner Theologie - sondern, in seiner Art, sich ehrlich mit der Bibel auseinanderzusetzen und in der richtigen Situation die richtigen Akzente zu setzen.

Und das ist anstrengend! Einfacher wäre es, wenn man sich ein System aneignen könnte und bis zum Schluss des Lebens daran festhalten könnte. Das ist das Versprechen der Philosophen und Erziehungsbüchern. Es wäre praktisch und gemütlich, es führt aber kein Weg daran vorbei, sich täglich neu auszurichten.

Und damit kommen wir zu meinem zweiten Wegweiser: Charlotte Mason. Sie ist leider wenig bekannt. Sie hat eine Schul-Methode begründet, die heute vor allem im Homeschooling verwendet wird.

Wer nun die Nase rümpft und sagt: Aha, eben doch wieder ein System. Dem kann ich entgegnen: Sie war Bekämpferin eben dieser Systemen. Sie war, wie Barth nach ihr, der Überzeugung, dass man “von Situation zu Situation entscheiden muss”. Dabei verstand sie, dass es nicht reicht, seinem Herz zu folgen, sondern dass es notwendig ist, von Gottes Wort durchtränkt zu sein, denn nur so kann es gelingen, in der Situation richtig zu entscheiden.

Sie schrieb eine sechsbändige Reihe zu Homeschooling, von der ich momentan am zweiten Band bin. Ehrlich gesagt ist Vieles nicht leicht zu verstehen, eben gerade darum, weil sie kein System beschreibt. Sie beginnt ihr erstes Band damit:

Das Befolgen einer Methode impliziert eine Idee, ein geistiges Bild, von dem Ziel oder Gegenstand, der erreicht werden soll. Was soll die Erziehung in und für Ihr Kind bewirken?

Was dann folgt, ist kein Set von Regeln. Kein “tu dies und es wird immer funktionieren”. Sondern eine Aufforderung, sich dem Kind zu stellen, es anzuschauen und ihm ein Gegenüber zu sein:

Der Erzieher hat es mit einem selbsttätigen, sich selbst entwickelnden Wesen zu tun, und seine Aufgabe ist es, die Produktion des latent Guten in diesem Wesen zu leiten und dabei zu helfen, das latent Böse zu zerstreuen, das Kind darauf vorzubereiten, seinen Platz in der Welt zu seinem Besten einzunehmen, mit jeder Fähigkeit zum Guten, die in ihm steckt, entwickelt zu einer Kraft


Und somit sind wir wieder bei der Kindererziehung angelangt. Und bei meinem Fazit: Die Systeme der Kindererziehung versprechen eine Abkürzung, die es nicht gibt. Diese Bücher beschreiben Rezepte mit der Beteuerung, dass, wenn sie konsequent und korrekt angewendet, immer funktionieren. Diese Bücher versprechen einen einfachen Weg, den man einmal erlernen kann und dann gefahrlos, ohne Anstrengung, auf seine Umgebung anwenden kann.

Diese Abkürzung gibt es nicht. Es führt kein Weg daran vorbei, dass ich mich täglich intensiv mit dem Wort Gottes auseinandersetze, mein ganzes Denken ihm täglich unterwerfe, und dann durch den Tag den Situationen in die Augen zu schauen, das Gegenüber ernst zu nehmen und situativ einen Impuls zu setzen, von dem ich der Überzeugung bin, dass er Gottes Willen entspricht.

Sofies Welt beantwortet die Frage: In welche Zeit bin ich hineingeboren worden?

Jede Generation hat ihre verfärbende Brille auf. Dinge, die nie hinterfragt werden, die “einfach so sind”. Im Nachhinein sagt man dann “Wie konnten sie nur..”.

Wie bitte sehr wurde Sklavenarbeit begründet? Wie konnte es nur zum Nationalsozialismus kommen? Mich lässt die Frage nicht los: Wird man in der Zukunft über unser Jahrhundert sprechen: “Wie konnten sie nur..?”. Ohne Frage! Doch was ist an der heutigen Zeit abartig? Und wie kann ich dies erkennen und mich davon distanzieren?

Ich selbst bin ein Kind der Zeit und bin auch als Christ in gewissen Gedankenmustern gefangen. Doch in welchen? Mir fehlte der Überblick über die Philosophie-Geschichte, um die vielen Gedanken überhaupt einordnen zu können: Woher stammt die heutige Weltanschauung? Woher kommen verschiedene christliche Strömungen (insbesondere das liberale Christentum)? Ich war schon drauf und dran den “Störig“ zu bestellen, als mir ein Kollege Sofies Welt empfahl.

Das Buch ist enorm spannend geschrieben. Trotz der 600 Seiten hatte ich es - als ungeübter Leser - in knapp zwei Wochen durch, da es eine geschickte Mischung zwischen Philosophie-Geschichte und Storytelling ist. Die geschickte Erzählstruktur hat das Buch auch in die “Top 50 Liste” der meist verkauften Bücher katapultiert. Das Buch ist definitiv lesenswert. Obwohl es nicht christlich ist, kann ich es als eine gute Übersicht zur Philosophie empfehlen. Ich habe eine Zusammenfassung aller Philosophen gemacht, welche im Buch behandelt werden.

Was mich besonders interessiert hatte: Ich wollte wissen, woher gewisse Denkensarten herkommen. Ich habe 5 Strömungen analysiert mit einem Wissensstand von “Sofies Welt”, ich kann nicht für mehr Korrektheit als Sofies Welt garantieren, insbesondere wenn es darum geht woher ein gewisses Gedankengut kommt.

Woher kommt die Idee, dass es nur das gibt, was wir messen können?

Der heutige Trend: Eigentlich ist die heutige Philosophie tot. Oder anders formuliert, was früher Philosophen waren, sind heute Naturwissenschaftler: Die Wahrheit wird mittels Teilchenbeschleuniger oder Marsexpeditionen erforscht. Dass es eine absolute metaphysische Wahrheit gibt, glaubt ja fast niemand mehr, deshalb lohnt es sich auch nicht, darüber zu philosophieren. Was wir sicher wissen können, ist nur die messbare Welt. Dieser Trend geht auf die Naturalistische Strömung (ab Mitte 19. Jahrhundert) zurück. Darwin hatte gerade die Theorie aufgestellt, dass der Mensch “ganz natürlich” entstanden sei; Gott und all die übernatürlichen Phänomene brauchte es nicht mehr, nun war alles erklärbar. Naturalismus wird in Sofies Welt so erklärt:

Unter ›Naturalismus‹ verstehen wir dabei eine Wirklichkeitsauffassung, die außer der Natur und der wahrnehmbaren Welt keine weitere Wirklichkeit akzeptiert.

Was mich überraschte ist, dass es diesen Trend schon bei den griechischen Philosophen gab: Schon Aristoteles stellte die Theorie auf, dass ein Kind mit Nichts in die Welt kommt und alles nur über seine Sinne erfährt. Diese Beschränkung der Welt auf das Wahrnehmbare ist also keine “Errungenschaft” der letzten Jahrhunderte, es ist kein Fortschritt aus dem rückschrittlichen Mittelalter, es ist bloss einfach eine Modeerscheinung, welche wieder vorbei gehen wird. Ich finde diese Erkenntnis heilsam, denn es zeigt, dass die Menschheit immer mal wieder in dieses Extreme “es gibt nur, was ich sehe” fällt.

Das Paradoxe an der Geschichte der Philosophie ist, dass sie bei Fragen wie “woher komme ich” anfing, nun aber bei der Teilchenphysik angelangt ist und dabei von der ursprünglichen Frage völlig abgeirrt ist. In “Sofies Welt” wird das schön beschrieben, als die beiden Hauptfiguren vor einem Büchergestell voller Esoterik-Literatur stehen: Da die heutige Philosophie die Fragen der Menschen nicht mehr beantwortet, sucht die Menschheit ihre Antworten halt woanders, nämlich in der Ufologie, im Pendeln, in der Ernährung, oder eben hoffentlich bei Gott.

Das Gegenmittel: Um die verfärbende Brille abzunehmen, hilft eine gute Dosis Descartes: Was er macht ist Folgendes: Fangen wir damit an, was wir wirklich, wirklich sicher wissen können. Die Welt um uns herum könnte Trug sein, auch wenn sie sehr real erscheint. Schliesslich wirken auch Träume sehr real. Auf was können wir aber sicher vertrauen? Auf unser Bewusstsein! Was ich sicher weiss, ist, dass es mich gibt, und dies merke ich, indem ich darüber nachdenken kann. So ist sein berühmtestes Zitat zu verstehen: “Ich denke also bin ich” (cogito ergo sum). Nun ist die Frage, woher dieses Bewusstsein kommt, und diese Frage beantwortet die Bibel, indem sie erklärt, dass wir nach dem Bild Gottes geschaffen wurden.

Woher kommt die Über-Sexualisierung?

Von Sigmund Freud. Er hat behauptet: Wer die Sexualität “unter dem Deckel” hält, lässt sie immer grösser werden. Nach und nach wird sie sich ausbreiten, bis sie überall zum Vorschein kommt: in Träumen, in “Versprechern” bei Gesprächen, etc. Letztlich führe die Unterdrückung der Sexualität zu Psychosen. Er hat behauptet, dass die Gesellschaft die Sexualität bändigen kann, wenn sie ihren sexuellen Trieben mehr Raum gibt. So wie man ein wildes Tier zufriedenstellen kann, wenn man es aus dem Zwinger lässt und ihm ein grösseres Gehege gibt.

Doch die Geschichte hat gezeigt, dass die Sexualität sich so nicht bändigen lässt. Das wilde Tier gibt sich mit dem grösseren Gehege nicht zufrieden. Im Gegenteil: Es wird zum Monster, das immer stärker wird und das immer mehr Freilauf fordert. Über viele Jahrzehnte wird nun der Sexualität grössere und grössere Gehege gegeben, angefangen bei Sex vor der Ehe, weiter bei Seitensprüngen, Prostitution, Pornografie, was nicht stört ist auch erlaubt. Doch irgendwann sollte der Hunger doch mal gestillt sein, oder? Wer mehr und mehr isst, bei dem sollte doch irgendwann mal die Sättigung einsetzen, nicht? C.S. Lewis beschreibt die Situation gut (aus “Mere Christianity” – “Pardon ich bin Christ”):

Nehmen wir ein anderes Beispiel. Mit Striptease-Vorstellungen, also damit, dass sich ein Mädchen auf der Bühne auszieht, kann man großes Publikum anlocken. Nehmen wir aber einmal an, wir kämen in ein Land, wo man ein Theater damit füllen könnte, dass jemand eine zugedeckte Platte auf die Bühne trägt und dann langsam den Deckel abnimmt, so dass jedermann — kurz bevor das Licht ausgeht — sehen kann, dass ein Hammelkotelett oder ein Stück Speck auf der Platte liegt. Würden wir nicht annehmen, dass in diesem Land mit dem Appetit der Leute etwas nicht in Ordnung ist? Und würde nicht jemand aus einer anderen Welt von uns annehmen müssen, dass es um unseren Geschlechtstrieb nicht sehr viel anders bestellt ist?

Woher kommt die Ansicht, dass es keine absolute Wahrheit gibt?

Der Trend: Wir leben in einer Welt voller Individualisten, in der jeder meint, er wisse selbst am Besten, was recht ist. Die scheinbare Lösung: Statt auf Konfrontation zu gehen ist der friedlichste Weg einfach alle mit ihren Behauptungen stehen zu lassen und zu behaupten es gäbe gar keine absolute Wahrheit. Dieser Trend geht auf Hegel zurück, der beobachtete, dass sich philosophische Überzeugungen von Generation zu Generation verändern. Er behauptete, dass die Lebensanschauungen der Welt sich immer weiter entwickeln (Fortschrittsglaube). Ein Zitat über Hegel aus Sofies Welt:

Weil den Menschen immer wieder Neues einfällt, ist die Vernunft ‚progressiv‘. Das heißt, die menschliche Erkenntnis schreitet immer weiter fort und mit der Menschheit insgesamt geht es entsprechend ‚vorwärts‘.

Hegel meint: Wenn die Menschheit sich immer weiter entwickelt, dann wird auch unsere Ansicht früher oder später überholt sein. Wir sind nur ein Baustein eines grossen Gebäudes, unsere Überzeugungen haben also primär gar keine grosse Relevanz für unseren Alltag, sondern sind hauptsächlich als kleiner Fortschritt der Menschheitsgeschichte zu verstehen.

Das Gegenmittel: Um diese verfärbende Brille abzunehmen, hilft eine Dosis Kierkegaard: Er hat bemerkt, dass die Philosophie Hegels dazu führt, dass Menschen für ihr Leben keine Verantwortung mehr annehmen: »Ich lebe halt heute, da handle ich so. Lebte ich früher, dann würde ich mich anders verhalten«. Er kritisiert, dass die Philosophie nur noch betrachtend ist und nicht (wie bei Kant) eine Richtschnur für unser Leben.

Insgesamt empfand ich die Philosophie von Kierkegaard als die heilsamste für unsere Zeit: Der heutige Relativismus (=Toleranz) ist enorm bequem: Mein Nachbar verhält sich komisch? Wenn “es für ihn stimmt” dann darf ich mich doch gar nicht einmischen.. Kierkegaard ruft auf zum Handeln, zum unbequemen Stellung beziehen, zu Konflikten:

In der modernen Stadtgesellschaft sei der Mensch ›Publikum‹ oder ›Öffentlichkeit‹ geworden, meinte Kierkegaard, und das erste Kennzeichen der Menge sei das viele unverbindliche ›Geschwätz‹
Heute würden wir vielleicht das Wort ›Konformität‹ verwenden, das heißt, dass alle dasselbe ›meinen‹ und ›vertreten‹, ohne dass irgendwer ein leidenschaftliches Verhältnis dazu hat.«

Woher kommt “erlaubt ist, was nicht stört”?

Das Credo heute: Solange es niemanden stört ist es ok. Hauptsache, er ist glücklich, es “stimmt für ihn”. Das höchste Gut der modernen Zivilisation ist die Freiheit vor Moral-Massstäben. Gut sichtbar ist das z.B. beim Thema Pornografie: Obwohl der Konsum davon Ehen zerstört und die Porno-Akteure ins Elend (z.B. Drogenkonsum) stürzt, greift niemand ein. Der Grund: Niemand wird zu diesem Handeln gezwungen, die Menschen sind für sich selbst verantwortlich und wer weiss, vielleicht schadet es ihnen ja doch nicht, obwohl alle Anzeichen dies andeuten.

Woher kommt dieser Verlust an Sinn und Moral? Ein bekannter Verkündiger dieser Philosophie ist Jean-Paul Sartre (20. Jahrhundert). Er entwickelte die einzig schlüssige Antwort auf Darwin und die Urknalltheorie: Wenn der Mensch nicht von einem Gott erschaffen wurde, wenn die ganze Evolution sowieso irgendwann wieder in einem weiteren Urknall wiederholt werden soll, dann hat seine Existenz keinen Sinn. Er schuf das “absurde Theater”, in Sofies Welt wird das so beschrieben:

Dem ›absurden Theater‹ – oder ›Theater des Absurden‹ – ging es darum, die Sinnlosigkeit des Daseins zu zeigen. Man hoffte, das Publikum werde dann nicht nur zuschauen, sondern auch reagieren. Es war also nicht das Ziel, die Sinnlosigkeit etwa zu verherrlichen. Im Gegenteil: Durch Darstellung […] von ganz alltäglichen Ereignissen […] sollte das Publikum gezwungen werden, über die Möglichkeiten eines echteren und eigentlicheren Daseins nachzudenken.

Das Gegenmittel: Soweit ich verstanden habe, ist diese Philosophie der “Sinn- und Morallosigkeit” bisher in der Weltgeschichte noch nie so aufgetreten. Daher gibt es auch keine Philosophen, an die wir uns für eine Antwort wenden könnten. Jonas Erne hat mich darauf hingewiesen, dass zur Zeit der griechischen Philosophen schon mal eine ähnliche Situation herrschte: Die Sophisten stürzten die Welt in den Relativismus und erst Sokrates, Platon und Aristoteles glaubten wieder an eine “absolute Wahrheit” und den daraus folgenden moralischen Ansprüchen.

Parallel dazu haben wir heute die Agnostiker welche aus der Postmoderne entstanden sind. Sie sagen: “wir können es eh nicht herausfinden, darum versuchen wir es gar nicht erst”. Und die Gegenströmung dazu entsteht mit dem “Neuen Atheismus”, der wieder an eine absolute Wahrheit glaubt und z.B. behauptet, dass man wissenschaftlich herausfinden kann, wie die Welt entstanden ist. Darauf aufbauend haben die “Neuen Atheisten” einen eigenen Moral-Anspruch, der sich zwar dem christlichen widersetzt aber zumindest logisch herleitbar ist. Daher ist es eigentlich einfacher mit Atheisten zu diskutieren als mit Agnostikern.

Die Gefahr in den Diskussionen mit Atheisten ist aber, dass man mit der Moral anfängt. Das ist nicht zielstrebig. Wenn ich z.B. jemandem versuche zu erklären, dass Pornografie der Ehe schadet, so wird die Antwort sein, dass doch eine “gesunde, freie Sexualität” der Person selbst gut tut, und die Ehe an sich ist nur dann schützenswert, wenn sie auch funktioniert, und dies ist nur dann der Fall, wenn beide ihre Sexualität frei ausleben dürfen. Die Argumentationen sind schlüssig, wenn man davon ausgeht, dass es keinen Schöpfer gibt, der gewisse Spielregeln festgelegt hat und Menschen dafür belohnt, wenn sie sich an die Spielregeln halten. Darum sind Diskussionen um Sexualität (insbesondere auch Homosexualität) zwischen Christen und Nicht-Christen nur vergeudete Zeit, da beiden Parteien von einem ganz anderen Weltbild ausgehen. Die Zeit wäre besser investiert in der Diskussion darüber, ob die Welt geschaffen wurde oder nicht.

Woher kommt der Glaube, dass uns Wissen zu besseren Menschen macht?

Von der Aufklärung. Seither lautet die gängige Annahme: Bildung löst die Probleme der Menschheit. Wenn nur alle Menschen Zugriff auf das Wissen der Menschheit hätten, dann wären alle Probleme gelöst. In Sofies Welt wird das so beschrieben:

»Wenn Vernunft und Wissen sich erst ausgebreitet hätten, meinten die Aufklärungsphilosophen, dann würde die Menschheit große Fortschritte machen. Es war nur eine Frage der Zeit, dann würden Unvernunft und Unwissen verschwunden und eine aufgeklärte Menschheit da sein. Dieser Gedanke hatte in Westeuropa bis vor einigen Jahrzehnten fast schon ein Monopol. Heute sind wir nicht mehr so sehr davon überzeugt, dass immer mehr Wissen zu immer besseren Zuständen in der Welt führt. Diese Kritik der ›Zivilisation‹ wurde allerdings auch schon von den französischen Aufklärungsphilosophen selber vorgebracht.«

Tatsächlich profitieren viele Bereiche von einer Verbreitung des Wissens: Gesundheit, Lebensumstände, etc. haben sich dank dem Gedankengut der Aufklärung massiv verbessert. Doch ausserhalb dieses wissenschaftlichen Bereiches bietet blosses Wissen keinen wesentlichen Beitrag. Immer noch erwartet die Welt die “Lösung aller Probleme” aus der Wissenschaft: Welthunger, Frieden, glückliche Menschen, all das sind immer wieder Themen von TED-Talks in der Hoffnung, dass Forschung und Informations-Verbreitung die Probleme lösen würden. Aber diese Probleme werden so einfach nicht gelöst, da sie nicht wissenschaftlicher Natur sind. Die Blindheit über die Grösse des “ausser-wissenschaftlichen Bereiches” ist frappant.

In Sofies Welt wird dieses Dilemma so beschrieben:

Aber wenn wir uns fragen, woher die Welt stammt – und also mögliche Antworten diskutieren –, dann läuft die Vernunft gewissermaßen im Leerlauf. Dann kann sie nämlich kein Sinnesmaterial ›bearbeiten‹; sie hat keine Erfahrungen, an denen sie sich reiben kann. […] Es ist genauso sinnvoll zu sagen, die Welt muss einen Anfang in der Zeit haben, wie zu sagen, dass sie keinen solchen Anfang hat. Die Vernunft kann zwischen den beiden Möglichkeiten nicht entscheiden, weil sie sie beide nicht ›fassen‹ kann.

Da man nicht “beweisen” kann, welche Religion nun recht hat, dann nimmt man die Toleranz-Keule und sagt “alle haben recht und keiner hat recht” und schweigt einfach darüber und lässt die Menschen im Ungewissen, gerade bei den relevantesten Fragen.

Das Gegenmittel: Die einzige Lösung zu diesem Dilemma kann nur “von Aussen” kommen. Vom Schöpfer, von dem, der uns ins Leben gerufen hat. Es muss über eine göttliche Offenbarung passieren. Und diese Offenbarung kann man dann selbst mit “wissenschaftlichen Methoden” prüfen, sprich es muss geschichtlich, archäologisch, etc. schlüssig sein. Dies trifft auf das Christentum zu, daher finde ich das Thema “Apologetik” spannend, da es genau diese Brücke zwischen Wissenschaft und Glaube schlägt.

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