Gebet(8) - Zuflucht an schwierigen Tagen

In der Familie haben wir gerade eine anstrengende Situation. Die Nerven liegen blank. Bei allen. Auf den sozialen Medien geht es anderen genauso:

Vor allem auf Facebook sehe ich die letzten paar Wochen Emotionen, die hochgehen. Wie gesagt, ich erlebe es zu Hause momentan genauso. In besonnenen Momenten denke ich, dass Gott solche Zeiten geschaffen hat, damit wir lernen, auf ihn zu vertrauen. Und in den letzten Wochen erlebte ich manchen Moment, in dem ich merkte, dass Gott hält, wenn ich mich ernstlich an ihn wende.

In diesem Sinn ein Zitat von Martin Luther übers Gebet als Ermutigung für uns alle. Luther spricht hier über den Blinden, der in Jericho Jesus rief, um wieder sehend zu werden.

Das Beispiel von dem Blinden will uns lehren, freimütige Beter und Bettler zu sein. Wir sollen niemals müde werden, sondern dürfen immer sagen: »Herr, es ist wahr, ich bin ein armer, elendiger Sünder; das weiss ich sehr wohl! Aber nichtsdestoweniger muss ich dies und jenes haben, gib es mir bitte!«

Hier hilft kein Disputieren über die Frage, ob wir wohl fromm genug sind oder nicht. Hier ist nur eines wichtig, dass wir nämlich schwach sind und Not haben und dass Gott gern gibt, was wir für Leib und Seele brauchen. Wenn man so bittet und daran festhält, dann wird er sicher zu einem solchen anhaltenden Beter sagen, was er zu dem Blinden gesagt hat: »Was willst du, dass ich dir tun soll? … Sei sehend! Dein Glaube hat dir geholfen.« Denn zu ihm beten und nicht glauben, das ist dasselbe, als wenn man Gott verspottet. Der Glaube aber beruht allein darauf, dass Gott um Christi, seines Sohnes und unseres Herrn, willen uns gnädig ist und uns erhören, schützen, retten und selig machen wird. Dazu helfe uns unser lieber Herr und Erlöser Christus Jesus! Amen.


Zitat entnommen aus: “Aus der Tiefe rufe ich HERR, zu dir”, erschienen im CLV-Verlag.

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